BASF-Angebot für Evonik stößt laut Bericht auf Ablehnung
· VinciFi Redaktion

BASF soll sein Angebot für Evonik auf 24 Euro je Aktie erhöht haben; der Vorstoß stößt laut Bericht auf Ablehnung. Er bewertet Evonik mit rund 11,18 Mrd. Euro, doch BASF erklärte bislang nur, zu Gesprächen bereit zu sein.**
Der verbesserte Vorstoß soll bei 24 Euro je Evonik-Aktie liegen und das Unternehmen mit rund 11,18 Milliarden Euro bewerten. BASF-Chef Markus Kamieth sagte, der Konzern werde für Evonik nicht zu viel bezahlen und eine mögliche Übernahme müsse für BASF-Aktionäre Wert schaffen.
BASF sieht Vorteile im Zusammenschluss
BASF erklärte öffentlich, zu Gesprächen über einen möglichen Zusammenschluss bereit zu sein. Der Konzern begründet sein Interesse mit Ergänzungen zwischen den Geschäften: Evonik kaufe bestimmte Grundstoffe zu, die BASF über sein Verbundsystem möglicherweise kostengünstiger und zuverlässiger bereitstellen könne. Außerdem nennt BASF mögliche Vorteile bei Einkauf, Infrastruktur und Forschung. Das sind Argumente des Käufers, kein bereits erzieltes Ergebnis.
Die Preisfrage ist nicht neu. Ein früheres Angebot, das Evonik mit etwa 10,3 Milliarden Euro bewertet hätte, wies Evonik zurück. Der jetzt berichtete höhere Preis zeigt, dass BASF nachgelegt hat. Auch dieser Vorstoß stößt laut Bericht auf Ablehnung.
BASF kann auf ein stärkeres Quartal verweisen
Der mögliche Kauf fällt in eine Phase, in der BASF bessere Geschäftszahlen vorgelegt hat. Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen, eine Kennzahl für den operativen Ertrag, legte um 15 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. BASF erhöhte zugleich die Untergrenze seiner Jahresprognose für diese Kennzahl auf 7,4 Milliarden Euro. Die Zahlen belegen eine Verbesserung im laufenden Geschäft, sagen aber nicht, wie BASF einen möglichen Kauf finanzieren würde.
Für die Bewertung der Übernahme zählt daher nicht nur, ob sich BASF und Evonik strategisch ergänzen. Auch der Preis und die Bedingungen bestimmen, ob ein Zusammenschluss für BASF-Aktionäre Wert schaffen kann. BASF hält öffentlich an seiner Gesprächsbereitschaft fest und betont, dass es eine Übernahme nicht um jeden Preis verfolgen werde.