Zugleich setzte sie das Verlustlimit für Ibovespa-Futures auf 15 Prozent herauf
· VinciFi Redaktion
Zugleich setzte sie das Verlustlimit für Ibovespa-Futures auf 15 Prozent herauf, um stärkere Ausschläge im Handel zu ermöglichen.**
Die Änderungen galten ausschließlich für die reguläre Handelssitzung am Montag, dem 26. Oktober. Betroffen waren alle Laufzeiten der Ibovespa- und Mini-Ibovespa-Futures; beim Dollar waren auch Mini-Kontrakte eingeschlossen. Die Grenzwerte legen fest, wie weit sich die jeweiligen Kontrakte innerhalb einer Sitzung bewegen dürfen.
Auslöser war die angespannte Marktlage nach der Präsidentschaftswahl in Brasilien. Luiz Inácio Lula da Silva gewann die Stichwahl und wurde wiedergewählt. Vor dem Handelsstart zeigten sich deutliche Ausschläge bei brasilianischen Anlagen: Ein an der Derivatebörse CME in Chicago gehandelter Real-Kontrakt wurde zeitweise mit einem Gegenwert von 5,68 Real je US-Dollar bewertet. Beim vorherigen Abrechnungskurs hatte der entsprechende Wert bei 5,01 Real gelegen.
Die Anpassung der Futures-Grenzen ist von einem möglichen Handelsstopp am Kassamarkt zu unterscheiden. Dort wird der Handel mit Aktien für 30 Minuten ausgesetzt, wenn der Ibovespa gegenüber dem vorherigen Schlusskurs mindestens 10 Prozent verliert.
Größere zulässige Ausschläge können in einer turbulenten Sitzung mehr Bewegung in diesen Kontrakten zulassen, bevor ihre Grenzen greifen. Für Anleger mit Brasilien-Bezug kann die erhöhte Schwankungsbreite deshalb auch bei Anlagen außerhalb der Futures relevant sein, etwa wenn sich die Stimmung an der Börse oder am Devisenmarkt auf brasilianische Wertpapiere überträgt. Die Anpassung war auf den Montag begrenzt; sie galt nicht als dauerhafte Änderung der Handelsregeln.