Wright: US-Sanktionen auf russisches Rohöl bleiben bestehen
· VinciFi Redaktion

US-Energieminister Chris Wright sagt, die Sanktionen auf russisches Rohöl seien weiterhin in Kraft. Die am 9. Oktober erteilte Ausnahme betrifft bestimmte Geschäfte mit russischem Diesel, einem weltweit knappen Kraftstoff.**
Die US-Behörde OFAC erteilte am 9. Oktober die Allgemeine Lizenz 135. Sie erlaubt vorübergehend bestimmte Transaktionen mit Diesel russischer Herkunft. Wright betonte, dass diese Genehmigung keine Lockerung der Sanktionen auf russische Ölexporte bedeutet. Er unterscheidet dabei ausdrücklich zwischen Rohöl und Diesel.
Der Minister sagte, Russland exportiere derzeit keinen Diesel und könne es unter den geltenden Bedingungen auch nicht ausführen. Ein möglicher Vorteil für Moskau entstehe erst, wenn das Land Diesel für den Export bereitstellen könne. Wright stellte das als Anreiz dar, den Kriegseinsatz zu verringern oder Fortschritte in Richtung Frieden zu machen. Das ist seine Begründung für die begrenzte Ausnahme, keine Aussage über eine bereits erreichte Waffenruhe.
Die Internationale Energieagentur beschreibt die globalen Dieselmärkte als angespannt. Sie verweist auf die Auswirkungen der Krise in der Straße von Hormus und darauf, dass ihre im März gestartete gemeinsame Reaktion weiterläuft. Am 15. Oktober erklärte der Gouverneursrat, die Ölmärkte blieben angespannt, besonders bei Diesel, und die Mitgliedstaaten seien bereit, bei Bedarf weitere Schritte zu unternehmen.
Damit zielt die Ausnahme auf einen anderen Marktbereich als die Sanktionen auf Rohöl. Zusätzliche Dieselströme könnten den Druck auf die Versorgung und damit auf Kraftstoffpreise mindern, sofern tatsächlich mehr Ware auf den Markt gelangt. Die Genehmigung allein belegt jedoch noch keine zusätzlichen Lieferungen. Für Rohöl bleibt laut Wright die bisherige Sanktionslinie bestehen.
Die US-Sanktionen sollen für Lieferungen russischen Diesels bis April 2027 nicht greifen.