Wright stellt Diesel-Entlastung durch EU-Freigabe in Aussicht
· VinciFi Redaktion

US-Energieminister Chris Wright hält eine spürbare Entlastung bei Dieselpreisen für möglich, wenn europäische Staaten gemeinsam Vorräte freigeben. Eine solche Freigabe könnte das verfügbare Angebot erhöhen und den Preisdruck lindern.**
Unter der im März gestarteten kollektiven Aktion der Internationalen Energieagentur (IEA) waren bis zum 7. Oktober rund 325 Millionen Barrel Öl freigegeben worden. Die IEA bezeichnet die vollständige Umsetzung der Zusagen als wichtig und erklärt, sie sei bereit, bei Bedarf weitere Bestände auf den Markt zu bringen. Die Zahl umfasst Freigaben aus der Öl-Aktion der IEA, nicht allein Dieselbestände.
Hohe Dieselpreise trotz stabiler Versorgung
Die Europäische Kommission beschrieb die Versorgung in der EU Ende September als vorerst stabil. Zugleich seien Diesel- und Flugkraftstoffpreise hoch. Eine stabile Versorgung bedeutet damit nicht automatisch, dass der Preisdruck bei Diesel bereits nachgelassen hat.
Anfang Oktober traf sich die Energy Union Task Force, um die jüngsten Entwicklungen am Dieselmarkt zu erörtern und die Abstimmung zu gewährleisten. Wrights Aussage setzt an dieser europäischen Koordination an: Er stellt eine Entlastung für den Fall in Aussicht, dass europäische Staaten gemeinsam Vorräte freigeben. Das ist eine Möglichkeit, keine bereits vollzogene zusätzliche Freigabe.
Zusagen und mögliche zusätzliche Mengen
Die IEA hatte ihre Mitgliedstaaten aufgefordert, die angespannte Lage am globalen Dieselmarkt gemeinsam anzugehen. Die bereits freigegebenen Mengen stammen aus der breiteren Öl-Kollektivaktion; Wright spricht dagegen gezielt von einer abgestimmten Freigabe europäischer Vorräte als möglichem Weg zu niedrigeren Dieselpreisen.
Eine koordinierte Freigabe könnte zusätzliches Angebot verfügbar machen und dadurch den Preisdruck am Dieselmarkt mindern. Für die Wirkung zählt, dass die zugesagten Bestände tatsächlich auf den Markt kommen.