Weltbank erwartet stärksten Ölrückgang seit Jahrzehnten

· VinciFi Redaktion

Weltbank erwartet stärksten Ölrückgang seit Jahrzehnten

Die Weltbank rechnet 2026 mit einem Rückgang des weltweiten Ölangebots um 5,2 Prozent. Der Rückgang wäre der stärkste seit mehr als vier Jahrzehnten außerhalb der globalen Rezession von 2020 und könnte den Ölmarkt anfälliger für neue Lieferausfälle machen.**

Auch die Nachfrage dürfte nach Einschätzung der Weltbank sinken: Für 2026 erwartet sie einen Rückgang des weltweiten Ölverbrauchs um 2,5 Prozent. Das wäre der drittstärkste jährliche Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen, nach 2020 und 1980. Hohe Preise und eine knappe Versorgung bremsen den Verbrauch. Zusätzlich verringert die zunehmende Elektrifizierung die Ölnutzung, besonders in China.

Die Ölvorräte haben abgenommen. Dadurch ist der Markt anfälliger für weitere Angebotsschocks. Neue Störungen könnten den Druck auf die Versorgung und die Preise verstärken. Für Anleger in energieintensiven Unternehmen können höhere Ölpreise ein Kostenrisiko sein; zugleich könnten sie Produzenten zugutekommen.

Der erwartete Rückgang des Ölangebots steht in einem breiteren Bild steigender Rohstoffpreise. Die Weltbank rechnet für 2026 mit einem kräftigen Anstieg der Energiepreise. Auch Lebensmittelrohstoffe dürften teurer werden. Solche Prognosen beschreiben Erwartungen und keine bereits eingetretenen Preisbewegungen.

Für den Ölmarkt bleibt damit die Entwicklung von Angebot, Verbrauch und Vorräten entscheidend. Eine weitere Verschärfung von Konflikten mit Folgen für die Energieversorgung könnte die Preise zusätzlich antreiben.

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