Weltbank erwartet Rohstoff-Plus von 23 Prozent 2026

· VinciFi Redaktion

Weltbank erwartet Rohstoff-Plus von 23 Prozent 2026

Die Weltbank erwartet, dass die weltweiten Rohstoffpreise 2026 um 23 Prozent steigen und 2027 um 7 Prozent sinken. Höhere Energie- und Lebensmittelpreise könnten die Inflation weiter antreiben.**

Am stärksten dürften die Energiepreise zulegen: Die Weltbank rechnet 2026 mit einem Anstieg um 32 Prozent. Brent-Öl soll im Jahresdurchschnitt 91 US-Dollar je Barrel kosten, nach 69 US-Dollar 2025. Für 2027 erwartet die Weltbank einen Rückgang auf 79 US-Dollar.

Die Prognose hat sich im Jahresverlauf deutlich verändert. Im Oktober 2025 erwartete die Weltbank für 2026 noch einen Rückgang der Rohstoffpreise um 7 Prozent. Im April 2026 rechnete sie dann mit einem Plus von 16 Prozent. Der aktuelle Ausblick geht von einem noch stärkeren Anstieg aus.

Konflikt und knappe Lieferungen treiben die Preise

Als wichtige Belastung nennt die Weltbank den Konflikt im Nahen Osten. Er habe Ölbestände verringert und die Versorgung anfälliger für weitere Unterbrechungen gemacht. Für 2026 erwartet die Institution einen Rückgang des weltweiten Ölangebots um 5,2 Prozent. Auch die Nachfrage dürfte sinken, und zwar um 2,5 Prozent. Hohe Preise bremsen den Verbrauch; zugleich reduziert die Elektrifizierung insbesondere in China den Ölbedarf.

Auch Landwirtschaft und Lebensmittelmärkte stehen unter Druck. Die Weltbank erwartet, dass Nahrungsmittelrohstoffe 2026 um rund 10 Prozent und 2027 um weitere 7 Prozent teurer werden. Gestörte Getreidelieferungen, mögliche Ernteausfälle durch El Niño sowie höhere Treibstoff- und Düngerkosten könnten die Preise zusätzlich belasten. Für Düngemittel wird 2026 ein Preisanstieg von 14 Prozent erwartet.

Bei Metallen sieht der Ausblick ebenfalls kräftige Zuwächse: Die Preise für Metalle sollen 2026 um 25 Prozent steigen und neue Höchststände erreichen. Als Treiber nennt die Weltbank die Nachfrage aus erneuerbaren Energien, Elektroautos und Rechenzentren sowie Lieferengpässe. Edelmetalle könnten im selben Jahr um 40 Prozent teurer werden, da geopolitische und politische Unsicherheit die Nachfrage nach sicheren Anlagen stützt.

Höhere Rohstoffkosten können sich auf Unternehmen auswirken, die Energie, Dünger oder Metalle einkaufen, und über die Produktionskosten auch auf Verbraucherpreise. Im Basisszenario sinken die gesamten Rohstoffpreise 2027 um 7 Prozent. Falls sich die Risiken verschärfen, könnte Brent laut Weltbank 2027 im ungünstigen Szenario im Durchschnitt 105 US-Dollar je Barrel erreichen.

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