Volvo Cars meldet operativen Milliardenverlust und plant Stellenabbau

· VinciFi Redaktion

Volvo Cars meldet operativen Milliardenverlust und plant Stellenabbau

Volvo Cars setzte im dritten Quartal 66,9 Milliarden schwedische Kronen um und schrieb operativ 5,6 Milliarden Kronen Verlust. Der Autobauer will zusätzlich 5 Milliarden Kronen einsparen und weltweit rund 2.500 Stellen abbauen.**

Der Umsatz lag unter der Analystenschätzung von 74,46 Milliarden Kronen. Auch das Betriebsergebnis fiel schwächer aus als erwartet: Analysten hatten mit einem operativen Verlust von 1,3 Milliarden Kronen gerechnet. Volvo Cars meldete zudem ein bereinigtes Betriebsergebnis von minus 3,7 Milliarden Kronen, ohne Beiträge aus Gemeinschaftsunternehmen und Sondereffekte.

Im Vorjahresquartal hatte Volvo Cars noch 86,4 Milliarden Kronen Umsatz und ein positives Betriebsergebnis von 6,4 Milliarden Kronen erzielt. Die operative Marge lag nun bei minus 8,4 Prozent, nach plus 7,4 Prozent ein Jahr zuvor. Der freie Cashflow, also der nach Investitionen verfügbare Mittelzufluss, betrug minus 8,9 Milliarden Kronen. Der Anteil vollelektrischer Autos an den Verkäufen stieg gleichzeitig von 22 auf 32 Prozent.

China und USA belasten das Geschäft

Volvo Cars führt die schwächere Entwicklung vor allem auf das schwierige Marktumfeld in China und den USA zurück. In China verschärften neue Anbieter den Wettbewerb und erhöhten den Preisdruck. Die Erlöse des Unternehmens dort sanken im Jahresvergleich um nahezu 50 Prozent. In den USA belasteten Zölle und der Wegfall von Kaufanreizen für elektrifizierte Autos die Margen. Hinzu kamen eine negative Neubewertung von CAFE-Credits infolge von Gesetzesänderungen in den USA sowie negative Entwicklungen bei Rohstoffen.

Die geplanten Einsparungen betreffen indirekte Ausgaben und variable Kosten. Der Stellenabbau soll über auslaufende Beraterverträge, natürliche Fluktuation und gezielte Abfindungsangebote erfolgen. Die vollständigen finanziellen Effekte erwartet Volvo Cars bis Ende 2027; dann sollen die indirekten Ausgaben fast 25 Prozent unter dem Niveau von 2024 liegen. Das Sparprogramm könnte den finanziellen Druck verringern. Zugleich reagiert das Unternehmen damit auf die schwächere Geschäftslage.

Die Zahlen zum Nutzfahrzeughersteller Volvo Group sind davon zu trennen: Das Unternehmen meldete im dritten Quartal einen Nettoumsatz von 119,5 Milliarden Kronen und ein Betriebsergebnis von 14,35 Milliarden Kronen. Der Auftragseingang bei Lkw lag bei 46.918 Fahrzeugen. Volvo Group arbeitet daran, Kosten durch Preise und Effizienzmaßnahmen auszugleichen.

Volvo Cars plant bis Ende 2030 insgesamt 13 neue Modelle. Drei davon sollen 2027 vorgestellt werden. Die nächsten Produktschritte fallen damit in die Zeit, in der die zusätzlichen Einsparungen ihre volle Wirkung entfalten sollen.

Unternehmen in diesem Artikel.

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