USA warnen Golfstaaten vor möglichem Iran-Angriff

· VinciFi Redaktion

USA warnen Golfstaaten vor möglichem Iran-Angriff

Die USA sollen mehrere arabische Golfstaaten vor einer kurzen, intensiven Militärkampagne gegen Iran nach den Midterm-Wahlen gewarnt haben. Ein Angriff ist nicht beschlossen; neue Kämpfe könnten die Ölversorgung und die Preise belasten.**

Laut den Berichten wurden US-Streitkräfte in der Region auf mögliche Angriffe vorbereitet: Sie stocken Munitionsbestände auf und verlegen zusätzliche Raketenabwehr. Ein Patriot-System soll aus Texas in die Region gebracht worden sein; außerdem bereite das Militär Bomber und Kampfjets für mögliche Einsätze vor.

US-Präsident Donald Trump hat nach den Berichten noch keine endgültige Entscheidung über einen Angriff getroffen. Verhandlungen mit Teheran bleiben eine Alternative. Die Warnungen an die Golfstaaten sollen über diplomatische und militärische Kanäle übermittelt worden sein.

Diplomatie und militärische Vorbereitungen laufen parallel

Am Montag trafen Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei in Teheran mit iranischen Regierungsvertretern zusammen. China kündigte ebenfalls an, einen Gesandten in die Region zu schicken, um Bemühungen zur Deeskalation zu unterstützen. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund eines seit acht Monaten andauernden Kriegs der USA und Israels gegen Iran statt.

Für die Energiemärkte ist besonders die Lage rund um die Straße von Hormus relevant. Angriffe auf Schiffe in und um die Meerenge sowie die Aussicht auf eine erneute Eskalation hatten Brent am 24. Oktober auf etwa 117 US-Dollar je Barrel getrieben, den höchsten Stand seit April. Am Dienstag gab der Ölpreis dann nach, während neue diplomatische Bemühungen Hoffnungen auf eine Entspannung weckten.

Ölpreise reagieren auf neue Signale

Brent-Futures fielen am Dienstag um 1,7 Prozent auf 113,88 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI verlor 1,8 Prozent und schloss bei 99,90 US-Dollar je Barrel. Irans Präsident Masoud Pezeshkian warnte, militärische Eingriffe am Persischen Golf könnten Energiepreise, Versorgung und Transport beeinträchtigen. Eine erneute Eskalation könnte damit auch außerhalb der Region auf den Ölmarkt durchschlagen.

Die US-Midterm-Wahlen finden am 3. November statt. Die mögliche Militärkampagne wäre den Berichten zufolge für die Zeit danach vorgesehen.

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