USA verlegen dritten Flugzeugträger Richtung Nahost
· VinciFi Redaktion

Die USA verlegen nach Berichten eine dritte Flugzeugträgergruppe und rund 10.000 zusätzliche Militärangehörige in den Nahen Osten. Die Verstärkung könnte die Spannungen mit Iran verschärfen und die Sorge um Öltransporte im Golf erhöhen.**
Der Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt und seine Begleitschiffe sollen die US-Streitkräfte in der Region verstärken. Auch eine amphibische Einsatzgruppe ist Berichten zufolge unterwegs. Die Roosevelt nahm am 21. Oktober im Philippinischen Meer an einer Übung teil. Für ihre Ankunft im Nahen Osten nennen Berichte unterschiedliche Zeitfenster: Anfang November bis Ende des Monats.
Zwei weitere US-Flugzeugträgergruppen waren bereits in der Region. Eine davon operierte laut einer Bestandsaufnahme der US-Marine im Arabischen Meer. Die zusätzliche Gruppe könnte Washington mehr militärische Optionen geben. Berichte beschreiben Vorbereitungen der USA und Israels für einen möglichen erneuten Angriff auf Iran. Ein Angriff ist damit nicht bestätigt. US-Präsident Donald Trump halte sich bei der Frage nach einem möglichen Vorgehen bewusst bedeckt.
Die Entwicklung trifft auf einen angespannten Energiemarkt. Der Brent-Ölpreis schloss am Freitag bei 116,72 US-Dollar je Barrel, 3,1 Prozent höher als am Vortag. Das war der höchste Stand seit dem 29. April. Als Belastungsfaktoren galten Sorgen vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten und möglichen Störungen der Versorgung. Der Kursanstieg am Freitag wurde jedoch auch mit Angriffen der Huthi auf Saudi-Arabien und einem gemeldeten Ölaustritt in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Verbindung gebracht.
Die angekündigte Verstärkung ist Teil einer größeren regionalen Sicherheitslage. In den USA finden am 3. November die Zwischenwahlen statt.