USA und Iran sollen Vorschlag vorläufig gebilligt haben

· VinciFi Redaktion

USA und Iran sollen Vorschlag vorläufig gebilligt haben

Die USA und Iran sollen einem neuen Vermittlungsvorschlag vorläufig zugestimmt haben. Ein Abkommen ist damit noch nicht geschlossen, doch ein Durchbruch könnte die Risiken für Energie- und Ölmärkte verändern.**

Katar und Pakistan sollen den Kompromiss vorgelegt haben. Informierten Quellen zufolge sieht der Vorschlag vertrauliche Inspektionen iranischer Nuklearanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) vor. Außerdem soll es ein teilweises Zugeständnis bei iranischen Geldern geben, die in Katar eingefroren sind. Im Raum stehen dabei 6 Milliarden US-Dollar.

Der Vorschlag hat demnach vorläufige Zustimmung erhalten, ist aber kein abgeschlossener Vertrag. Die Vermittlung zwischen Washington und Teheran läuft bereits länger: Das katarische Außenministerium erklärte Anfang Oktober, die Bemühungen zwischen beiden Seiten gingen weiter. Mit den Verhandlungen vertraute Quellen erwarteten am 19. Oktober zudem, dass ein Durchbruch noch in dieser Woche verkündet werden könnte.

Inspektionen bleiben ein Knackpunkt

Der Vorschlag verbindet die Kontrolle des iranischen Nuklearprogramms mit einem möglichen Zugeständnis bei eingefrorenen Geldern. Anfang Oktober sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, Teheran habe noch nicht entschieden, ob IAEA-Inspektoren zurückkehren sollten. Er erklärte damals auch, der unmittelbare Schwerpunkt der Gespräche mit den USA liege auf der Straße von Hormus. Eine Einbeziehung vertraulicher Inspektionen wäre damit ein wichtiger Punkt für eine mögliche Verständigung.

Ölmarkt reagiert auf Risiken in der Region

Für Energiemärkte zählt, ob eine politische Verständigung die Gefahr einer weiteren Eskalation und mögliche Störungen der Versorgung tatsächlich mindert. Brent-Öl erreichte am 20. Oktober mit 111,05 US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Mai; am Morgen notierte der Kontrakt bei 110,80 US-Dollar. Als Treiber galten Angriffe auf Schiffe und Sorgen um die Versorgung. Diese Marktbewegung belegt nicht, dass der Vermittlungsvorschlag bereits eingepreist ist.

Eine mögliche Ankündigung eines Durchbruchs noch in dieser Woche ist die nächste Wegmarke, mit der mit den Verhandlungen vertraute Quellen am 19. Oktober rechneten.

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