USA genehmigen Tausch von bis zu 315.000 Barrel Heizöl

· VinciFi Redaktion

USA genehmigen Tausch von bis zu 315.000 Barrel Heizöl

Die US-Regierung gibt bis zu 315.000 Barrel Heizöl aus der Notreserve für den Nordosten der USA im Tauschverfahren frei. Das zusätzliche Angebot soll die Versorgung vor dem Winter entlasten, während die Vorräte an der Ostküste knapp sind.**

Die Menge entspricht rund einem Drittel der gesamten Reserve von einer Million Barrel. Nach Angaben der Senatoren Susan Collins und Angus King können Unternehmen Gebote abgeben, um Heizöl aus dem Bestand zu erhalten. Die Ölmenge wird damit verliehen und nicht dauerhaft aus dem staatlichen Vorrat abgegeben. Der Schritt ist nach Angaben der Senatoren der erste Einsatz der Reserve mit dem Ziel, die Heizölpreise zu drücken.

Der Eingriff trifft auf einen angespannten Markt für Destillate. Dazu zählen Heizöl und Diesel, die aus ähnlichen Raffinerieprozessen stammen. Die US-Energieinformationsbehörde meldete für September, dass die Destillatbestände an der Ostküste 32 Prozent unter dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt lagen. Sie rechnet damit, dass die Vorräte im Winter zwischen 20 und 30 Prozent unter dem Durchschnitt bleiben.

Heizkosten könnten weiter steigen

Auch für Haushalte mit Ölheizung zeichnet die Behörde ein teures Bild: Sie erwartet, dass diese Haushalte im Winter rund 21 Prozent mehr für den Brennstoff ausgeben als im vergangenen Winter. Der Preisanstieg beim Heizöl dürfte laut ihrer Prognose mehr als 30 Prozent betragen; milderes Wetter im Nordosten könnte einen Teil davon ausgleichen. Ölheizungen betreffen laut Behörde etwa drei Prozent der US-Haushalte und sind vor allem im Nordosten verbreitet.

In Maine lag der durchschnittliche Heizölpreis am Montag nach Angaben der Senatoren bei 5,97 US-Dollar je Gallone. Der Preis lag damit mehr als 70 Prozent über dem Vorjahreswert. Der begrenzte Reserveeinsatz könnte das Angebot in der Region erhöhen, doch die landesweite Behörde sieht weiterhin niedrige Destillatbestände für den Winter voraus.

Die Ölmenge soll über ein Gebotsverfahren an Unternehmen gehen. Damit richtet sich der nächste Schritt an Händler und Betreiber von Terminals, die das Heizöl in die betroffenen Märkte bringen können.

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