US-Rohöllagerbestände sinken trotz erwartetem Aufbau
· VinciFi Redaktion

Die API schätzt, dass die US-Rohöllagerbestände um 2,031 Mio. Barrel gesunken sind, obwohl ein Aufbau um 0,8 Mio. Barrel erwartet worden war. Der Rückgang könnte den Blick auf das verfügbare Rohölangebot lenken.**
Der Rückgang fiel kleiner aus als in der Vorwoche: Damals waren die US-Rohölvorräte nach API-Angaben um 4,93 Mio. Barrel gesunken. Auch am wichtigen US-Lieferpunkt Cushing gingen die Bestände zurück, um 0,453 Mio. Barrel. Die API-Zahlen sind eine Schätzung des Branchenverbands. Für das Gesamtbild folgen die amtlichen Daten der US-Energieinformationsbehörde EIA.
Für die jüngste Woche erwarteten Marktteilnehmer im Schnitt einen Rückgang der kommerziellen Rohölvorräte um 100.000 Barrel auf 412,4 Mio. Barrel. Diese Schätzung bezieht sich auf die EIA-Zahlen und ist nicht direkt mit der API-Prognose eines Lageraufbaus um 0,8 Mio. Barrel gleichzusetzen.
Die letzte EIA-Bilanz, veröffentlicht am 21. Oktober, bezog sich auf die Woche bis zum 16. Oktober: Die kommerziellen Rohölbestände waren um 3,1 Mio. Barrel auf 412,5 Mio. Barrel gefallen. Am wichtigen US-Lieferpunkt Cushing waren sie in jener Woche dagegen um 987.000 Barrel gestiegen. Die wöchentlichen API- und EIA-Schätzungen können voneinander abweichen, weil es sich um getrennte Erhebungen handelt.
Ein stärkerer Rückgang der Lagerbestände kann auf ein knapperes Angebot im Verhältnis zur Nachfrage hindeuten. Für den Ölmarkt zählen aber auch Faktoren wie Förderung, Raffinerieverarbeitung und Importe.
Die EIA veröffentlicht ihre nächste wöchentliche Bestandsbilanz am Mittwoch, dem 28. Oktober. Sie zeigt, ob die amtlichen Daten den von der API geschätzten Rückgang bestätigen und wie sich die Vorräte in Cushing entwickelt haben.