US-Raffinerien profitieren von knappen Kraftstoffmärkten
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge steigen die Gewinne amerikanischer Raffinerien kräftig, weil Konflikte die weltweite Versorgung mit Öl und Kraftstoffen einschränken. Für das dritte Quartal meldet die US-Energiebehörde deutlich höhere Raffineriemargen, was auch für börsennotierte Raffineriekonzerne relevant sein kann.**
Konflikte im Nahen Osten und Angriffe auf Energieanlagen haben die Öl- und Kraftstoffmärkte im dritten Quartal unter Druck gesetzt. Berichten zufolge profitieren US-Raffinerien davon mit kräftig höheren Gewinnen. Die Daten der US-Energiebehörde zeigen zunächst vor allem die Entwicklung der Raffineriemargen, nicht die Gewinne einzelner Unternehmen.
US-Raffinerien liefen im dritten Quartal mit einer durchschnittlichen Auslastung von 95 Prozent. Sie verarbeiteten dabei die größte Rohölmenge für ein drittes Quartal seit 2019. Die Behörde führt die hohen Verarbeitungsmengen auf starke Margen bei Kraftstoffen zurück. Eine sogenannte Crack Spread misst dabei den Abstand zwischen dem Preis eines raffinierten Produkts und dem Rohölpreis.
Besonders knapp war das Angebot an Diesel und Flugkraftstoff. Die durchschnittlichen Margen für Diesel und Kerosin lagen laut der Behörde jeweils fast dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor. Die US-Dieselvorräte lagen Ende September 13 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
Höhere Margen können die Ertragslage von Raffinerien verbessern. Wie stark einzelne Unternehmen davon profitieren, hängt aber auch von ihren Kosten und ihrem Geschäftsmix ab. Wenn du Aktien aus dem Raffineriesektor hältst, könnte die Entwicklung der Kraftstoffmargen für deren Geschäft eine Rolle spielen.