US-Mexiko-Zollpakt: Fortschritt soll stocken
· VinciFi Redaktion

Der Fortschritt bei einem Zollpakt zwischen den USA und Mexiko soll nach Widerstand von Handelsminister Howard Lutnick ins Stocken geraten sein. Eine Einigung könnte Abgaben auf Autos, Stahl und Aluminium verändern und damit grenzüberschreitende Lieferketten betreffen.**
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte am 13. Oktober, die Verhandlungsteams hätten zentrale Punkte bereits praktisch geklärt gesehen. Berichten zufolge wird der jüngste Stillstand mit Widerstand von Handelsminister Howard Lutnick in Verbindung gebracht.
Die USA exportierten im selben Jahr Waren im Wert von rund 337 Mrd. US-Dollar nach Mexiko und importierten Waren für rund 534 Mrd. US-Dollar. Sheinbaum zufolge will Mexiko mehr aus den USA einkaufen, um das Ungleichgewicht zu verringern.
Mexiko drängt auf niedrigere Abgaben für Fahrzeuge, Stahl und Aluminium. Die Zölle betreffen Unternehmen mit Produktion und Zulieferung auf beiden Seiten der Grenze. Bleiben sie bestehen, können sie Kosten solcher Lieferketten beeinflussen; eine Einigung könnte die Bedingungen verändern. Für Anleger in Auto- und Metallunternehmen ist deshalb auch der Fortgang der Verhandlungen relevant, nicht nur die Höhe einzelner Abgaben.
Im Hintergrund steht zudem die Überprüfung des Freihandelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada, kurz USMCA. Das Weiße Haus erklärte im September, die USA hätten einer Verlängerung des Abkommens in seiner bisherigen Form nicht zugestimmt. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer soll in der kommenden Woche nach Mexiko reisen. Bei den Gesprächen sollen Ursprungsregeln im Mittelpunkt stehen.