US-Konsum verliert an Schwung, Realverbrauch stagniert

· VinciFi Redaktion

US-Konsum verliert an Schwung, Realverbrauch stagniert

Die US-Konsumausgaben stiegen im Monatsvergleich um 0,5 Prozent und blieben damit unter der Prognose von 0,6 Prozent. Inflationsbereinigt stagnierte der private Verbrauch, ein Zeichen für weniger Schwung bei einer wichtigen Größe der US-Wirtschaft.**

Im Vormonat hatten die nominalen Konsumausgaben noch um 0,9 Prozent zugelegt. Auch der reale private Verbrauch verlor deutlich an Tempo: Im August war er noch um 0,6 Prozent gestiegen. Für September hatten Analysten bei den inflationsbereinigten Ausgaben ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Die tatsächlichen Werte blieben damit bei beiden Messgrößen hinter den Prognosen zurück.

Nominale Ausgaben umfassen auch Preisänderungen. Der reale Verbrauch zieht diese heraus und zeigt damit, ob Haushalte tatsächlich mehr Waren und Dienstleistungen kaufen. Ein Plus bei den nominalen Ausgaben kann deshalb neben einem unveränderten realen Verbrauch stehen, wenn höhere Preise einen Teil des Zuwachses ausmachen.

Die Einzelhandelsumsätze liefern einen weiteren Blick auf das Kaufverhalten, messen aber nicht dasselbe. Das US Census Bureau meldete für September Einzelhandelsumsätze von 745,0 Milliarden US-Dollar, 0,8 Prozent mehr als im Vormonat. Diese Umsätze erfassen Verkäufe im Einzelhandel und in der Gastronomie und sind nicht inflationsbereinigt. Die Zahl lässt sich deshalb nicht direkt dem realen privaten Verbrauch gegenüberstellen.

Für die US-Wirtschaft ist der reale Verbrauch besonders relevant, weil die Ausgaben der Haushalte einen wichtigen Teil der Nachfrage bilden. Die Septemberwerte zeigen, dass diese Nachfrage inflationsbereinigt in diesem Monat nicht gewachsen ist. Zugleich blieb der Anstieg der nominalen Ausgaben positiv, fiel aber schwächer aus als erwartet.

Bleibt die reale Ausgabenentwicklung längere Zeit verhalten, könnte das den Beitrag des privaten Konsums zum Wirtschaftswachstum bremsen. Die aktuellen Monatswerte zeigen zunächst eine Abschwächung gegenüber August.

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