US-Indizes: Verkaufsüberhang vor dem Börsenschluss
· VinciFi Redaktion

Vor dem US-Börsenschluss zeigten die MOC-Daten beim S&P 500 ein negatives Ungleichgewicht von 2.379,4 Mio. Dollar. Das weist auf ein Übergewicht an Verkaufsinteresse in der Schlussauktion hin und kann für die Bildung des Schlusskurses relevant sein.**
Auch bei den anderen erfassten Gruppen überwogen die Verkaufsaufträge: Das Ungleichgewicht lag beim Nasdaq 100 bei minus 1.888,9 Mio. Dollar, beim Dow 30 bei minus 980,3 Mio. Dollar und bei den „Mag 7“ bei minus 1.034,1 Mio. Dollar. MOC steht für „Market-on-Close“: Solche Aufträge sind für die Schlussauktion vorgesehen. Ein negatives Ungleichgewicht zeigt mehr Verkaufs- als Kaufinteresse an, aber nicht, dass diese Aufträge bereits ausgeführt wurden.
Die vier Werte beziehen sich auf unterschiedliche Marktgruppen und sind keine Schlusskurse oder Tagesverluste. Die Mag 7 werden hier als eigene Gruppe ausgewiesen; die Zahlen zeigen das Ungleichgewicht für diese Gruppe, nicht für einen zusätzlichen Aktienindex. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit vor dem Ende des US-Handelstags am 15. Oktober.
Ein positives Ergebnis des Dow und ein negatives Ungleichgewicht in der Schlussauktion sind unterschiedliche Messgrößen und Zeitpunkte. Für Anleger in US-Aktien können MOC-Daten Hinweise auf den Auftragsdruck rund um den Handelsschluss geben; sie beschreiben jedoch nicht allein die Bewegung des gesamten Marktes.
Bei der NYSE können Market-on-Close- und Limit-on-Close-Aufträge bis 15:50 Uhr eingegeben werden. Die Schlussauktion folgt zum regulären Handelsende um 16 Uhr New Yorker Zeit.