US-Erdgas legt nach kleinem Speicheraufbau zu
· VinciFi Redaktion

US-Erdgas-Futures stiegen um 1,2 Prozent auf 3,236 US-Dollar je MMBtu, nachdem der Speicheraufbau in der Woche bis zum 9. Oktober mit 67 Bcf kleiner ausfiel als erwartet. Ein Pipeline-Leck in West Virginia schränkte das Angebot zusätzlich ein und könnte die Preise stützen.**
Der Zuwachs blieb auch unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 90 Bcf. In der Vorwoche waren die US-Gasspeicher noch um 85 Bcf gewachsen. Insgesamt lagen am 9. Oktober 3.567 Bcf Arbeitsgas in den Speichern. Das waren 45 Bcf mehr als der Fünfjahresdurchschnitt für den Gesamtbestand von 3.522 Bcf, aber 143 Bcf weniger als zur selben Zeit ein Jahr zuvor.
Zusätzlich war der Transport in West Virginia beeinträchtigt. Im System von Columbia Gas Transmission wurde ein Leck nahe der Saunders Creek Regulator Station an der MXP-Leitung festgestellt. Für den Abendzyklus des 15. Oktober kündigte der Betreiber an, die Kapazität an der betroffenen Engstelle bis auf Weiteres auf null zu senken. Die Einschränkung kann die verfügbare Transportkapazität in der Region verringern.
Der kleine Speicheraufbau und die Pipeline-Störung wirken damit in dieselbe Richtung: Weniger zusätzlich eingelagertes Gas und eingeschränkte Transportwege können die Futures stützen. Zugleich lagen die gesamten Vorräte noch über ihrem Fünfjahresdurchschnitt.
Für den 17. und 18. Oktober wurde eine Kaltfront erwartet. Sie könnte den Heizbedarf von Haushalten und Unternehmen erhöhen und damit den Gasverbrauch kurzfristig antreiben.