US-Dreijahresanleihe: Auktionsrendite steigt auf 4,932 %
· VinciFi Redaktion

Die höchste akzeptierte Rendite bei der Auktion dreijähriger US-Staatsanleihen liegt Berichten zufolge bei 4,932 %, nach zuvor 4,474 %. Das höhere Renditeniveau kann die Finanzierung der USA verteuern und bestehende Anleihen unter Druck setzen.**
Was passiert ist
Bei der Auktion dreijähriger US-Staatsanleihen hat die höchste akzeptierte Rendite Berichten zufolge 4,932 % erreicht. Die Meldung vom 6. Oktober nennt als vorherigen Vergleichswert 4,474 %. Damit liegt das gemeldete Auktionsergebnis deutlich über dem vorherigen Wert.
Die Zahl beschreibt die Rendite bei der Versteigerung dieser Anleihen, nicht den Leitzins der US-Notenbank. Einen Prognosewert enthält die Meldung nicht. Daraus lässt sich deshalb keine Aussage darüber ableiten, ob das Ergebnis die Erwartungen übertroffen hat.
Hintergrund
Nach Angaben des US-Finanzministeriums werden Staatsanleihen regelmäßig versteigert. Die als Treasury Notes bezeichneten Papiere umfassen auch Anleihen mit drei Jahren Laufzeit. Sie zahlen halbjährlich Zinsen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Rendite und Kupon, also dem festgelegten Zinssatz: Die Rendite hängt auch vom Kaufpreis ab. Laut US-Finanzministerium liegt der Preis einer Anleihe unter ihrem Nennwert, wenn ihre Rendite höher ist als der Kupon. Die gemeldeten 4,932 % sind deshalb nicht automatisch der Zinssatz der laufenden Zinszahlungen.
Was das bedeuten kann
Höhere Renditen bei neuen Staatsanleihen können die Finanzierungskosten der USA erhöhen. Für bereits gehandelte Anleihen mit festem Kupon kann ein steigendes Marktrenditeniveau sinkende Kurse bedeuten.
Wenn du entsprechende Anleihen oder Anleihefonds hältst, könnte sich dieser Zusammenhang im Depot bemerkbar machen. Das einzelne Auktionsergebnis allein belegt allerdings weder einen breiten Kursrückgang noch eine schwache Nachfrage nach US-Staatsschulden.