US bereiten Ausreise-Anordnung am Golf vor

· VinciFi Redaktion

US bereiten Ausreise-Anordnung am Golf vor

US-Vertretern zufolge bereitet das Außenministerium eine Anordnung vor, mit der Teile des Botschaftspersonals und Angehörige am Golf ausreisen sollen. Der Schritt könnte die Sorge vor einer weiteren Eskalation in einer für den Öltransport wichtigen Region verstärken.**

Beschäftigte der US-Regierung in Saudi-Arabien benötigen für die Nutzung eines Flughafens im Königreich eine Sondergenehmigung des Missionsleiters. Die US-Mission verwies am 16. Oktober auf jüngste Raketen- und Drohnenangriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien.

Auch die Warnungen an US-Bürger wurden ausgeweitet. US-Vertretungen in neun Ländern, darunter Bahrain, Irak, Jordanien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate, veröffentlichten Sicherheitshinweise. Sie warnten vor einer möglichen raschen Ausweitung der Feindseligkeiten mit Beteiligung der Huthi. US-Bürger sollten wachsam sein und sich auf Flugausfälle, gesperrte Lufträume und andere Reiseprobleme einstellen.

Die berichtete Vorbereitung einer „ordered departure“ ist noch keine vollzogene Ausreise-Anordnung. US-Vertretern zufolge soll sie Teile des Personals und deren Familien an US-Botschaften in der Golfregion betreffen. Eine tatsächliche Ausreise-Anordnung könnte die geopolitische Risikowahrnehmung an den Märkten beeinflussen.

Öltransport und Preise bleiben im Fokus

Die Sicherheitslage ist für den Energiemarkt relevant, weil Öltransporte durch die Straße von Hormus und über alternative Routen führen. In der Woche bis zum 18. Oktober lagen die Ölströme aus dem Nahen Osten laut Schiffsverfolgungsdaten bereits über dem Vorkriegsniveau. Trotz der Angriffe wurden also weiterhin große Mengen transportiert.

Gleichzeitig stiegen die Ölpreise am 21. Oktober wegen Sorgen über mögliche Lieferausfälle und sinkender US-Lagerbestände. Brent kostete 110,40 US-Dollar je Barrel, ein Plus von 1,61 US-Dollar oder 1,5 Prozent. US-Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich um 1,45 US-Dollar oder ebenfalls 1,5 Prozent auf 99,27 US-Dollar je Barrel. Die Preisbewegungen zeigen, wie empfindlich der Markt auf Risiken in der Region reagiert.

Der nächste entscheidende Schritt ist, ob das US-Außenministerium die vorbereitete Anordnung tatsächlich erlässt.

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