UniCredit erwartet rund 50 Prozent der Commerzbank-Stimmen
· VinciFi Redaktion

UniCredit sagt, sie dürfe ihre Beteiligung an der Commerzbank ohne Obergrenze erhöhen und erwarte bis Jahresende rund 50 Prozent der Stimmrechte. Das könnte der italienischen Bank bei Aktionärsbeschlüssen mehr Gewicht geben.**
Zuletzt entsprach UniCredits Beteiligung 47,59 Prozent des Commerzbank-Kapitals und 49,65 Prozent der Stimmrechte. Die von UniCredit erwartete Marke von rund 50 Prozent bezieht sich damit auf die Stimmen, nicht auf den Kapitalanteil.
Ein Anteil von etwa der Hälfte der Stimmen könnte UniCredit bei Beschlüssen der Commerzbank-Aktionäre mehr Gewicht geben. Die Erwartung für Jahresende ist eine Prognose, kein bereits erreichter Stand. Eine Übernahme oder Zusammenführung der beiden Banken ist damit noch nicht vollzogen.
Parallel laufen weitere Prüfungen. Die EU-Kommission soll bis zum 16. November über den Übernahmeplan entscheiden. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp erwartet zudem eine Zustimmung der Europäischen Zentralbank in den kommenden Tagen oder Wochen.
Für die Commerzbank rückt damit neben der Beteiligungsquote auch die Entwicklung der Stimmverhältnisse bei künftigen Aktionärsbeschlüssen in den Vordergrund. Die EU-Entscheidung wird bis zum 16. November erwartet; UniCredit rechnet damit, bis Jahresende rund die Hälfte der Stimmrechte zu halten.