Ukraine pausierte Angriffe auf Russlands Raffinerien drei Tage
· VinciFi Redaktion

Ukraine setzte Angriffe auf russische Ölraffinerien für drei Tage aus, nachdem die USA auf eine Pause gedrängt hatten. Die kurze Unterbrechung könnte die Versorgung mit Kraftstoffen beeinflussen, die durch Angriffe und Reparaturen unter Druck steht.**
US-Präsident Donald Trump hatte am 11. Oktober eine Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine verkündet. Wolodymyr Selenskyj sagte später, ukrainische Truppen hätten in den ersten 72 Stunden dieser Pause keine russischen Ölraffinerien angegriffen. Russland habe währenddessen weiter die ukrainische Energieinfrastruktur attackiert.
Selenskyj zufolge hatte die Ukraine wiederholt Aufforderungen erhalten, Angriffe auf russische Ölanlagen einzustellen. Eine dauerhafte Aussetzung ordnete er nach eigener Aussage jedoch nicht an. Die Angriffe auf Raffinerien gingen in den folgenden Wochen langsamer weiter.
Russlands Treibstoffversorgung erholt sich teilweise
Die Pause fiel in eine Zeit, in der sich die russische Verarbeitung von Rohöl erholte. Branchenkreisen zufolge verarbeiteten russische Raffinerien in der zweiten Oktoberhälfte 25 Prozent mehr Rohöl als zu Monatsbeginn. Die Anlagen kamen demnach nach Reparaturen wieder schneller in Betrieb, nachdem die Angriffe nachgelassen hatten.
Auch die Versorgung an Tankstellen verbesserte sich in Teilen Russlands. Im Oktober wurden in 15 Regionen Beschränkungen für den Benzinverkauf aufgehoben. Zuvor hatten ukrainische Angriffe auf Raffinerien die russische Kraftstoffversorgung belastet und zu Verkaufsbeschränkungen geführt. Die Lockerungen betrafen unter anderem die Regionen Rjasan, Lipezk und Woronesch. In einigen Gebieten bestanden weiterhin Einschränkungen beim Kraftstoffverkauf.
Für den Markt ist entscheidend, dass eine dreitägige Pause nicht mit einem dauerhaften Ende der Angriffe gleichzusetzen ist. Die Raffinerieproduktion kann sich mit Reparaturen erholen, während neue Schäden die Verarbeitung und damit das Angebot an Kraftstoffen erneut beeinträchtigen könnten. Selenskyj machte die Energieangriffe Russlands zum Thema der Gespräche über eine Pause. Eine längerfristige Entspannung wäre daher auch davon abhängig, ob beide Seiten ihre Angriffe auf Energieanlagen begrenzen.