UK-BIP wächst im August statt zu schrumpfen
· VinciFi Redaktion

Das britische Bruttoinlandsprodukt stieg im August um 0,1 Prozent, obwohl ein Rückgang um 0,1 Prozent erwartet worden war. Der Gegensatz zwischen kräftiger Industrie und rückläufigem Bau zeichnet ein uneinheitliches Bild der Konjunktur.**
Die Industrieproduktion legte im Monatsvergleich um 0,8 Prozent zu. In der Fertigung betrug das Plus 1,2 Prozent. Beide Werte übertrafen die jeweiligen Markterwartungen und lagen über den Zuwächsen im Juli. Der Dienstleistungsindex blieb unverändert, nachdem er im Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen war. Die Bauleistung sank um 0,2 Prozent.
Vor der Veröffentlichung hatten Marktteilnehmer mit einem BIP-Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet. Im Juli war die britische Wirtschaft noch um 0,4 Prozent gewachsen. Deutsche Bank Research erwartete für August eine Stagnation. Der gemeldete Zuwachs fiel damit besser aus als die Markterwartung und die Einschätzung der Bank.
Über die drei Monate bis August wuchs die britische Wirtschaft um 0,7 Prozent. Das Office for National Statistics (ONS) führte das Wachstum in diesem Zeitraum laut der veröffentlichten Auswertung auf den Dienstleistungssektor zurück; Produktion und Bau gingen über die drei Monate zurück. Der Dreimonatswert zeigt damit ein anderes Bild als die kräftigen monatlichen Zuwächse der Industrie im August.
Auch im Jahresvergleich stieg das BIP im August um 2,1 Prozent. Der Dienstleistungsindex lag 2,4 Prozent über dem Vorjahresmonat, die Industrieproduktion 1,6 Prozent und die Fertigungsproduktion 3,0 Prozent. Die Bauleistung lag dagegen 1,8 Prozent unter ihrem Vorjahresstand. Die Monats- und Jahreswerte zeigen so unterschiedliche Entwicklungen zwischen den Branchen, während der Dreimonatswert das Wachstum der Gesamtwirtschaft zusammenfasst.