Ueda hält nächste Zinserhöhung weiter offen
· VinciFi Redaktion

Japans Notenbankchef Kazuo Ueda will bei jeder Sitzung weiter über eine Zinserhöhung nachdenken, auch bei der nächsten. Eine Erhöhung ist damit nicht beschlossen; Ueda will Zeitpunkt und Tempo anhand der wirtschaftlichen und preislichen Aussichten beurteilen.**
Bei der jüngsten Sitzung stimmten acht Mitglieder dafür, den kurzfristigen Zins bei 1,25 Prozent zu belassen. Ein Mitglied sprach sich dagegen für eine Anhebung auf 1,5 Prozent aus. Damit hat die Bank of Japan nach der Erhöhung im September zunächst eine Pause eingelegt.
Ueda knüpft weitere Schritte an die Entwicklung von Wirtschaft, Preisen und Finanzlage.
Die Notenbank sieht die zugrunde liegende Inflation inzwischen ungefähr im Einklang mit ihrem Zwei-Prozent-Ziel. Ueda legt sich mit seiner Aussage aber nicht auf einen Termin für den nächsten Schritt fest.
Inflationsausblick rückt in den Fokus
Im neuen Ausblick hob die Bank ihre Prognose für die Kerninflation im japanischen Haushaltsjahr 2027 auf 2,6 Prozent an, von zuvor 2,4 Prozent. Kerninflation misst die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel. Die Prognose zeigt, wie die Notenbank die weitere Preisentwicklung einschätzt.
Für den nächsten Zinsschritt bleibt damit der Zeitpunkt offen. Ueda will weitere Anpassungen nach eigener Aussage anhand der Aussichten für Wirtschaft und Preise sowie der damit verbundenen Risiken beurteilen.
Die nächste reguläre Zinssitzung der Bank of Japan ist für den 17. und 18. Dezember angesetzt. Dort kann der Vorstand die Datenlage erneut bewerten; eine Zinserhöhung ist mit Uedas Aussage noch nicht beschlossen.