Uber plant 2,3-Milliarden-Dollar-Kauf von ezCater
· VinciFi Redaktion

Uber hat die Übernahme der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Mrd. US-Dollar in bar vereinbart. Der Zukauf soll das Geschäft mit Gruppenbestellungen ausbauen und könnte die Gewinnmargen verbessern.**
Was passiert ist
Uber will ezCater für 2,3 Mrd. US-Dollar übernehmen und vollständig in bar bezahlen. Beide Unternehmen haben laut ihrer gemeinsamen Mitteilung eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Damit soll das Cateringgeschäft stärker mit Uber Eats und dem Firmenkundenangebot Uber for Business verbunden werden.
Abgeschlossen ist die Übernahme noch nicht. Die Unternehmen rechnen mit einem Vollzug in den kommenden Monaten. Voraussetzung sind behördliche Genehmigungen und weitere übliche Abschlussbedingungen.
Hintergrund
ezCater vermittelt in den USA Essen für Unternehmen, etwa für Besprechungen, Veranstaltungen und regelmäßige Mahlzeiten am Arbeitsplatz. Über die Plattform können Kunden bei mehr als 140.000 Restaurants bestellen und ihre Essensausgaben verwalten.
In den zurückliegenden zwölf Monaten verzeichnete ezCater laut Mitteilung ein Bruttobuchungsvolumen von mehr als 2,5 Mrd. US-Dollar. Diese Kennzahl beschreibt den Wert der vermittelten Bestellungen, nicht den Umsatz der Plattform. Der durchschnittliche Bestellwert liegt bei mehr als 400 US-Dollar.
Auf Basis eines bereinigten operativen Ergebnisses arbeitet ezCater nach Unternehmensangaben profitabel. Diese Kennzahl entspricht nicht dem Nettogewinn nach den US-Rechnungslegungsregeln. Uber erwartet, dass der Zukauf die Gewinnmargen verbessert.
Was das bedeuten kann
Größere Gruppenbestellungen könnten Uber zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Die Verbindung von ezCaters Firmenkundengeschäft mit der Reichweite von Uber Eats könnte mehr Cateringaufträge vermitteln.
Dem möglichen Wachstum steht die Barzahlung gegenüber, die bei Vollzug finanzielle Mittel binden würde. Schwierigkeiten bei der Zusammenführung oder verzögerte Genehmigungen könnten den erwarteten Nutzen schmälern. Wenn du Uber-Aktien hältst, könnte deshalb neben dem Kaufpreis auch die tatsächliche Entwicklung der Profitabilität für die Bewertung relevant werden.