Trump wirft Iran vor, Ölpreise vor der Wahl zu treiben
· VinciFi Redaktion

Donald Trump beschuldigt Iran, mit Drohungen für die Schifffahrt in der Straße von Hormus die Ölpreise gezielt nach oben zu treiben. Der Vorwurf fällt kurz vor den US-Zwischenwahlen und trifft auf einen Markt, in dem Sorgen vor Lieferausfällen die Preise bewegen.**
Am 22. Oktober stieg der Brent-Preis auf 111,60 US-Dollar je Fass, ein Plus von 2,6 Prozent. Trump wirft Iran vor, gezielt eine Bedrohung für Schiffe zu schaffen und Berichte über Angriffe und Minen zu erfinden. Zudem kritisierte er den Umgang mit Demonstrierenden und bekräftigte, Iran dürfe niemals eine Atomwaffe besitzen.
Für den Ölmarkt ist die Meerenge ein wichtiger Engpass. Die US-Energiebehörde EIA beschrieb, wie Störungen der Schifffahrt und Angriffe auf Energieanlagen Anfang 2026 die Ölpreise nach oben trieben. Im ersten Quartal stieg der Brent-Futurespreis von 61 US-Dollar je Fass zu Jahresbeginn auf 118 US-Dollar zum Quartalsende. Die EIA führte den Anstieg auch auf den weitgehenden Stillstand des Schiffsverkehrs durch Hormus zurück.
Hormus bleibt ein Preistreiber
Wie empfindlich der Markt auf neue Risiken reagiert, zeigte sich auch im dritten Quartal. Laut EIA startete Brent am 1. Juli bei 72 US-Dollar je Fass. Nach einer Wiederaufnahme militärischer Angriffe überschritt der Preis am 23. Juli die Marke von 100 US-Dollar. Mitte September erreichte der Brent-Futurespreis 109 US-Dollar je Fass; in den letzten zwei Wochen des Quartals lag der Durchschnitt bei rund 104 US-Dollar. Zu den Einflussfaktoren zählten laut Behörde neben Störungen der Hormus-Route auch politische Aussagen und weitere Risiken für die Versorgung.
Im ersten Quartal stiegen laut EIA die US-Preise für Benzin, Diesel und Kerosin mit dem Rohölpreis. Für Raffinerien können höhere Produktpreise zugleich die Margen verändern. Die EIA hält fest, dass Rohölpreise und Raffineriemargen im dritten Quartal im Allgemeinen stiegen.
Trump stellt seine Anschuldigung in den Zusammenhang mit den Zwischenwahlen. Diese sind für den 3. November angesetzt. Bis dahin könnten weitere Entwicklungen rund um die Schifffahrt in Hormus und neue politische Aussagen den Ölmarkt bewegen.