Trump warnt Huthi nach Angriffen auf Saudi-Arabien
· VinciFi Redaktion

Donald Trump warnt die Huthi nach Angriffen auf Saudi-Arabien und wirft ihnen vor, den Ölpreis vor den US-Wahlen absichtlich zu treiben. Einen konkreten US-Einsatz kündigte er nicht an; weitere Angriffe können Risiken für Ölexporte und Schifffahrt erhöhen.**
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition meldete, Raketen in Richtung Riad und des Südens des Königreichs abgefangen zu haben. Bei einem Angriff auf den Flughafen der Hauptstadt wurden nach Angaben zweier regionaler Offizieller mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. Die Angriffe treffen damit auch zivile Infrastruktur und schüren Sorgen um die Sicherheit im Land.
Trump sagte, er werde nach den Wahlen „dort sein“ und die Sache nicht vergessen. Zugleich beschuldigte er die Huthi, die Ölpreise vor der US-Wahl absichtlich nach oben treiben zu wollen, und deutete eine mögliche Beteiligung Irans an. Was genau er mit seiner Warnung ankündigt, blieb offen. Bei seinen Äußerungen am Montag nannte er keine konkreten Maßnahmen gegen die Huthi.
Washington erwog bereits einen Militäreinsatz
Trump hatte zuvor erwogen, Saudi-Arabien bei Angriffen gegen die Huthi zu unterstützen. Die USA hatten im vergangenen Jahr bereits eine größere Militäroperation gegen die Gruppe geführt. Danach galt eine von den USA mit den Huthi vereinbarte Waffenruhe; Trump hatte bislang gezögert, sie durch neue Luftangriffe aufzugeben. Eine konkrete neue Einsatzentscheidung ergibt sich aus seinen jüngsten Worten nicht.
Ölpreise reagieren auf Konflikt und zusätzliche Lieferungen
Brent-Öl schloss am Montag bei 106,65 US-Dollar je Barrel, ein Plus von 1,93 US-Dollar oder 1,8 Prozent. US-Öl der Sorte WTI legte um 1,89 US-Dollar oder 2 Prozent auf 93,74 US-Dollar zu. Am Dienstag gab Brent wieder nach und fiel in Richtung 105 US-Dollar, nachdem der Preis in den vorangegangenen drei Handelstagen um mehr als 6 Prozent gestiegen war. Neben den Angriffen beeinflussten auch Aussichten auf zusätzliche Diesel-Lieferungen aus Russland die Ölpreise.
Für Ölproduzenten und den Tankerverkehr ist die Sicherheit der Energieanlagen und Transportwege entscheidend. Saudi-Arabien ist ein zentraler Ölexporteur; Angriffe könnten den Handel mit seinen Produkten erschweren. Die US-Zwischenwahlen stehen im November an. Trumps Aussage, er werde nach den Wahlen „dort“ sein, setzt seine Warnung in diesen zeitlichen Zusammenhang, legt aber keinen bestimmten Militäreinsatz fest.