Trump: US-Einsatz gegen Iran läuft „sehr gut“
· VinciFi Redaktion

Donald Trump bewertet die US-Militäroperationen gegen Iran als sehr erfolgreich. Seine Aussage fällt in eine Phase, in der Washington zugleich über neue Angriffe nach den US-Zwischenwahlen nachdenkt und diplomatische Kontakte laufen.**
Bei einem Wahlkampfauftritt behauptete Trump zudem, die USA hätten Irans Fähigkeit zur Urananreicherung zerstört und einen großen Teil der Streitkräfte ausgeschaltet. Zu den von ihm angeführten Zielen zählten nach seiner Darstellung auch 159 iranische Marineschiffe. Diese Angaben sind Trumps Bewertung des bisherigen Einsatzes, keine unabhängig bestätigte Bestandsaufnahme.
Die Kampfhandlungen haben sich zuletzt laut Berichten deutlich beruhigt. Zugleich erwägt die US-Regierung, nach den Zwischenwahlen am 3. November erneut militärisch gegen Iran vorzugehen. Laut zwei Diplomaten hat Trump noch keine endgültige Entscheidung über neue Angriffe getroffen. US-Vizepräsident JD Vance soll sich parallel mit einem Schreiben an Irans Sicherheitschef Mohsen Rezaei für neue Gespräche eingesetzt haben. Die diplomatischen Bemühungen könnten damit neben den militärischen Planungen weiterlaufen.
Ölpreise reagieren auf Konflikt und Diplomatie
Der Konflikt ist auch für die Energiemärkte relevant, weil eine Eskalation im Nahen Osten Sorgen über mögliche Störungen der Ölversorgung auslösen kann. Am Donnerstag gaben die Ölpreise nach. Der Brent-Preis sank bis 15.45 Uhr GMT um 1,38 Prozent auf 113,73 US-Dollar je Barrel, während US-Öl der Sorte WTI um 2,03 Prozent auf 100,69 US-Dollar fiel. Am Vortag hatten beide Richtwerte noch zugelegt.
Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und Iran trugen laut Marktberichten zu dem Rückgang bei. Damit stehen zwei gegenläufige Faktoren im Mittelpunkt: eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe und die Aussicht auf diplomatische Fortschritte. Für Energieunternehmen und Anleger könnten neue Entwicklungen bei Sicherheit und Schifffahrt im Golf deshalb die Einschätzung der Versorgungsrisiken beeinflussen.
Der nächste wichtige politische Termin sind die US-Zwischenwahlen am 3. November. Danach könnte sich zeigen, ob die Regierung militärische Optionen weiterverfolgt oder den diplomatischen Weg stärker in den Vordergrund stellt.