Trump spricht von Taiwan-Abnahmezusage für Alaska-LNG
· VinciFi Redaktion

Donald Trump sagt, Handelsminister Howard Lutnick habe Taiwan eine Abnahmezusage für Alaska-LNG im Wert von 70 bis 80 Mrd. US-Dollar gesichert. Taiwans Wirtschaftsministerium bestätigt einen Kaufplan über jährlich 6 Mio. Tonnen und eine mögliche Projektinvestition von bis zu 4,4 Mrd. US-Dollar, nicht aber die von Trump genannte Summe als Wert einer Abnahmezusage.**
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben die Gespräche und Prüfungen seither deutliche Fortschritte gemacht. Der aktuelle Plan sieht jährliche LNG-Käufe von 6 Mio. Tonnen vor, sobald die Produktion startet. CPC könnte außerdem bis zu 4,4 Mrd. US-Dollar in die Projektentwicklung investieren. Wenn der Zeitplan hält, könnte Alaska-LNG Taiwan ab 2032 beliefern.
Trump stellte die Abnahmezusage bei einer Veranstaltung in Alaska als außergewöhnlich großen Deal dar. Die Angaben aus Taiwan beschreiben jedoch einen geplanten Einkauf und eine mögliche Investition. Sie bestätigen nicht, dass ein verbindlicher Vertrag über Abnahmen im Wert von 70 bis 80 Mrd. US-Dollar abgeschlossen wurde. Taiwan hatte zuvor eine Absichtserklärung unterzeichnet; der genaue Status der endgültigen Vertragsbedingungen bleibt damit ein wichtiger Unterschied zur Darstellung Trumps.
Alaska-LNG braucht weitere Abnehmer
Das geplante Projekt soll jährlich bis zu 20 Mio. Tonnen Flüssigerdgas exportieren. Der Entwickler Glenfarne erklärte, kommerzielle Vereinbarungen deckten bislang 13 Mio. Tonnen pro Jahr ab. Für die endgültige Investitionsentscheidung zielt das Unternehmen auf Vereinbarungen über 16 Mio. Tonnen jährlich. Nach dem bisherigen Projektstand müssen bestehende Absprachen noch in verbindliche Lieferverträge überführt werden, und zusätzliche Abnehmer könnten für die Finanzierung wichtig sein.
Der taiwanische Kaufplan stärkt damit die Aussicht auf Absatz in Asien, einem wichtigen Markt für US-LNG. Für den Energiesektor könnte das Projekt bei Umsetzung zusätzliche Exportkapazität schaffen. Ob die angekündigten Mengen tatsächlich fließen, hängt unter anderem davon ab, dass das Vorhaben gebaut und die Liefervereinbarungen verbindlich werden.
Taiwans Wirtschaftsministerium nennt 2032 als möglichen Beginn der Versorgung, sofern der Projektzeitplan eingehalten wird. Bis dahin stehen der Ausbau des Projekts und die Ausgestaltung der Liefervereinbarungen an.