Trump plant Entlastung beim Diesel
· VinciFi Redaktion
US-Präsident Donald Trump plant Berichten zufolge Maßnahmen, um Diesel über steuerliche Erleichterungen günstiger zu machen. Das könnte den Kostendruck auf Transportunternehmen lindern, deren Kraftstoff weiterhin deutlich teurer ist als vor einem Jahr.**
Was passiert ist
Donald Trump plant Berichten zufolge für Montag, den 5. Oktober, Maßnahmen per Präsidialanordnung zur Senkung der Dieselpreise. Das US-Finanzministerium soll bestimmte Dieselsteuern überprüfen. Außerdem ist vorgesehen, den Zugang zu steuerbefreitem, eingefärbtem Diesel auszuweiten.
Dabei geht es um geplante Schritte, nicht um eine bereits wirksame allgemeine Steuersenkung. Welche Nutzer davon profitieren könnten und wie breit die Erleichterungen ausfallen würden, geht aus der Meldung nicht hervor. Ein Verbot von Dieselexporten hat Trump dem Bericht zufolge ausgeschlossen.
Der landesweite Dieselpreis lag laut der Meldung am Montag im Durchschnitt bei 6,32 US-Dollar je Gallone. Das waren 13 US-Cent weniger als in der Vorwoche, aber noch immer 2,63 US-Dollar mehr als ein Jahr zuvor.
Hintergrund
Eingefärbter Diesel spielt bereits im US-Steuerrecht eine Rolle. Die US-Steuerbehörde IRS veröffentlichte am 30. April 2026 gemeinsam mit dem Finanzministerium Regeln zur Erstattung zuvor gezahlter Kraftstoffsteuern: Unter bestimmten Voraussetzungen können Steuerzahler die Abgabe zurückerhalten, wenn zunächst versteuerter Diesel später eingefärbt für eine steuerfreie Verwendung aus einem Tanklager entnommen wird.
Diese bestehende Erstattungsregel ist von der jetzt berichteten geplanten Ausweitung des Zugangs zu unterscheiden. Sie belegt nicht, dass Trumps neue Maßnahmen bereits umgesetzt sind.
Was das bedeuten kann
Ein breiterer Zugang zu steuerbegünstigtem Diesel könnte die Treibstoffrechnung berechtigter Unternehmen senken. Bei Speditionen könnte das die Gewinnmargen stützen oder Spielraum für niedrigere Frachtraten schaffen. Wie stark der Effekt wäre, hinge von den konkreten Regeln und der Weitergabe möglicher Einsparungen ab.
Wenn du Aktien von Unternehmen mit hohem US-Transportaufwand hältst, könnte eine solche Entlastung deshalb relevant sein. Eine unmittelbare Senkung deutscher Dieselpreise lässt sich aus den geplanten US-Steuermaßnahmen dagegen nicht ableiten.