Travelers knackt Gewinnschätzung mit 9,18 Dollar je Aktie
· VinciFi Redaktion

Travelers erzielt im dritten Quartal einen bereinigten Gewinn von 9,18 US-Dollar je Aktie und übertrifft damit die Schätzung von 7,27 Dollar. Auch die Schaden-Kosten-Quote fällt besser aus als erwartet und zeigt, wie profitabel das Versicherungsgeschäft lief.**
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag bei 86,8 Prozent, verglichen mit einer Schätzung von 91 Prozent. Sie setzt Schäden und Kosten ins Verhältnis zu den verdienten Prämien: Ein Wert unter 100 Prozent bedeutet, dass das Versicherungsgeschäft vor Kapitalanlageerträgen einen Gewinn erzielt. Die zugrunde liegende Quote, die unter anderem Katastrophenschäden ausklammert, betrug 84,1 Prozent; erwartet worden waren 84,9 Prozent.
Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg im Jahresvergleich um 13 Prozent. Der Umsatz belief sich auf 12,41 Milliarden US-Dollar und blieb im Jahresvergleich nahezu unverändert. Die gebuchten Nettoprämien erreichten 11,48 Milliarden US-Dollar und lagen damit über der Schätzung von 11,38 Milliarden Dollar.
Die Versicherungssparten entwickeln sich unterschiedlich
Die gebuchten Nettoprämien im Bereich Unternehmensversicherungen stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 3 Prozent auf 5,87 Milliarden US-Dollar. Im Geschäft mit Kautions- und Spezialversicherungen legten sie um 12 Prozent auf 1,21 Milliarden US-Dollar zu. Dagegen sanken die Prämien in der privaten Versicherung um 7 Prozent auf 4,40 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum verteilte sich damit nicht gleichmäßig auf die Geschäftsbereiche.
Auch die Verluste aus Naturkatastrophen lagen mit 538 Millionen US-Dollar unter der Schätzung von 695 Millionen Dollar. Travelers erzielte zudem 908 Millionen US-Dollar an Kapitalanlageerträgen nach Steuern. Das waren laut Unternehmensangabe 7 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Der Versicherer gab insgesamt 1,77 Milliarden US-Dollar an Kapital zurück, davon 1,51 Milliarden Dollar über Aktienrückkäufe. Die Dividende betrug 1,25 US-Dollar je Aktie. Für Anleger kann der Gewinn über den Erwartungen die Einschätzung der Ertragskraft stützen; die rückläufigen Prämien im Privatkundengeschäft zeigen zugleich eine gegenläufige Entwicklung innerhalb des Konzerns.