Syngenta-Berater peilen 66-Milliarden-Bewertung an
· VinciFi Redaktion
Berater von Syngenta zielen für einen geplanten Börsengang auf eine Bewertung von mindestens 66 Milliarden US-Dollar, wie es aus informierten Kreisen heißt. Die Zielgröße bezieht sich auf den gesamten Konzern und ist weder ein festgelegter Ausgabepreis noch der mögliche Erlös aus dem Börsengang.**
Im Februar bezifferten informierte Kreise den möglichen Erlös eines Hongkong-Börsengangs auf bis zu 10 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag beschreibt das Geld aus dem Verkauf von Aktien. Die nun genannte Marke von mindestens 66 Milliarden US-Dollar wäre dagegen die angestrebte Bewertung des gesamten Unternehmens. Die beiden Summen stehen damit für unterschiedliche Größen.
Syngenta Group meldete für 2025 einen Umsatz von 28,4 Milliarden US-Dollar, ein Prozent weniger als im Vorjahr. Das EBITDA, also der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, stieg zugleich um 13 Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 1,9 Prozentpunkte. Syngenta führte die höhere Marge unter anderem auf ein margenstärkeres Geschäftsportfolio und Kostendisziplin zurück.
Das Jahresbild fiel nicht in jedem Quartal gleich aus. Im vierten Quartal 2025 sank das EBITDA im Jahresvergleich um 16 Prozent. Damit zeigt sich eine unterschiedliche Entwicklung innerhalb des Geschäftsjahres: Das EBITDA legte über das Gesamtjahr zu, während es im Schlussquartal zurückging.
Die Bewertung von mindestens 66 Milliarden US-Dollar ist bislang ein Ziel der Berater, keine festgelegte Kondition für den Börsengang. Frühere Angaben zum möglichen Hongkong-IPO nannten einen Erlös von bis zu 10 Milliarden US-Dollar. Für Anleger im Agrarchemie-Sektor könnte der geplante Börsengang einen Bewertungsmaßstab für einen großen Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln setzen. Die 66 Milliarden US-Dollar beziehen sich dabei auf den gesamten Konzern, nicht auf den möglichen Verkaufserlös.