Südkorea hält Benzin- und Dieselpreisdeckel vier Wochen länger
· VinciFi Redaktion

Südkorea verlängert die Obergrenzen für Benzin, Diesel und Kerosin um weitere vier Wochen. Die Regierung will damit die Belastung durch hohe Energiepreise abfedern, obwohl die internationalen Ölpreise hoch bleiben.**
Die neue Runde gilt ab dem 17. Oktober. Sie begrenzt die Preise, zu denen Raffinerien Kraftstoffe an Tankstellen liefern dürfen, nicht unmittelbar den Verkaufspreis an der Zapfsäule. Für Normalbenzin liegt der Höchstpreis bei 1.784 Won je Liter, für Diesel bei 1.773 Won und für Kerosin bei 1.380 Won.
Die Regierung hält damit zum vierten Mal in Folge dieselben Obergrenzen. Seit dem 27. Juni, als sie die Werte je Kraftstoffart um 150 Won senkte, blieben sie in den Runden acht bis elf unverändert. Die jeweils vierwöchige Laufzeit macht die Verlängerung zu einer kurzfristigen Maßnahme, nicht zu einer dauerhaften Preisgarantie.
Der Schritt erfolgt bei weiterhin hohen Ölpreisen. Am 15. Oktober kostete Brent-Rohöl 105,9 US-Dollar je Barrel. In der dritten Septemberwoche, als die vorherige Preisrunde festgelegt wurde, waren es 105,8 US-Dollar. Dubai-Rohöl lag am 15. Oktober bei 107,0 US-Dollar, nach 124,9 US-Dollar in der Vergleichswoche. Die internationalen Preise für Benzin und Diesel waren ebenfalls niedriger als im September, aber weiterhin auf hohem Niveau.
Die Verbraucherbelastung bleibt sichtbar: Südkoreas Gesamtinflation verlangsamte sich im September auf rund 2,9 Prozent, während die Preise für Erdölprodukte gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,8 Prozent stiegen. Die Deckelung kann den Kostendruck entlang der Lieferkette begrenzen. Sie garantiert jedoch keinen bestimmten Preis an der Tankstelle, weil die Obergrenze dort nicht direkt greift.
Auch die Kosten der Maßnahme spielen eine Rolle. Die Regierung hatte für sechs Monate einen Reserveetat von 4,2 Billionen Won vorgesehen, um Verluste der Raffinerien auszugleichen. Die Preisobergrenze gilt nun über diesen ursprünglichen Zeitraum hinaus. Zugleich gab das Industrieministerium an, die Rohöleinfuhren für Oktober und November auf mehr als 100 Prozent des Vorjahresdurchschnitts gesichert zu haben. Die aktuelle Preisrunde läuft ab dem 17. Oktober für vier Wochen; danach steht die nächste Festsetzung an.