Spotify wächst, Gewinn je Aktie sinkt um 24 Prozent
· VinciFi Redaktion

Spotify erzielt im dritten Quartal 4,97 Milliarden Euro Umsatz und erreicht 306 Millionen Premium-Abonnenten. Der verwässerte Gewinn je Aktie fällt im Jahresvergleich um 24 Prozent, während die Bruttomarge steigt.**
Die 306 Millionen zahlenden Abonnenten liegen knapp über Spotifys eigener Prognose von 305 Millionen für das Quartal. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer erreichte 788 Millionen und entsprach damit dem damaligen Unternehmensziel. Im Quartal kamen netto sechs Millionen Premium-Abonnenten hinzu.
Die Umsatzerlöse lagen mit 4,97 Milliarden Euro knapp unter der Analystenschätzung von 4,98 Milliarden Euro. Das Premium-Geschäft steuerte 4,49 Milliarden Euro bei, die werbefinanzierte Sparte 482 Millionen Euro. Im Vorjahresvergleich wuchsen die Premium-Erlöse um 17 Prozent, die Werbeerlöse um 10 Prozent. Insgesamt stieg der Umsatz währungsbereinigt um 14 Prozent.
Höhere Marge, aber weniger Gewinn je Aktie
Spotify meldete ein operatives Ergebnis von 672 Millionen Euro, 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Bruttomarge lag bei 33 Prozent und damit über der Analystenschätzung von 32,9 Prozent. Der Nettogewinn betrug 518 Millionen Euro und verfehlte die Schätzung von 589 Millionen Euro. Der verwässerte Gewinn je Aktie sank gegenüber dem Vorjahresquartal von 3,28 auf 2,48 Euro. Auch der freie Cashflow ging zurück: Spotify gab 735 Millionen Euro an, 9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Für das laufende vierte Quartal stellt das Unternehmen 5,2 Milliarden Euro Umsatz und 820 Millionen Euro operatives Ergebnis in Aussicht. Die Umsatzprognose liegt leicht unter der Analystenschätzung von 5,23 Milliarden Euro, die für das operative Ergebnis leicht darüber. Spotify erwartet außerdem eine Bruttomarge von 33,8 Prozent, 818 Millionen aktive Nutzer und 316 Millionen Premium-Abonnenten.
Damit stehen mehr zahlende Nutzer und ein höheres operatives Ergebnis neben einem niedrigeren Gewinn je Aktie und weniger freiem Cashflow. Die Umsatz- und Nutzerprognosen für das vierte Quartal liegen nahe an den Analystenschätzungen, während Spotify beim operativen Ergebnis darüber liegt. Die Zahlen für das vierte Quartal werden zeigen, wie sich Umsatz, Nutzerbasis und Profitabilität weiterentwickeln.