Selenskyj bittet vier Nachbarn um Getreidetransit
· VinciFi Redaktion

Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar zufolge bat Wolodymyr Selenskyj Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn, ukrainische Getreideladungen durchzulassen. Die Bitte steht laut Magyar im Zusammenhang mit der Blockade im Schwarzen Meer und soll alternative Exportwege eröffnen.**
Magyar sagte nach seinem Gespräch mit Selenskyj, konkret sei es um Mais gegangen, der per Bahn über Ungarn nach Westeuropa transportiert werden soll. Seine Schilderung umfasst auch die Bitte an Polen, Rumänien und die Slowakei. Damit ist zunächst ein Ersuchen Selenskyjs beschrieben, keine Zusage der vier Länder.
Die EU-Kommission bezifferte den Anteil der Solidaritätskorridore an den ukrainischen Ausfuhren von Getreide, Ölsaaten und verwandten Produkten im August 2026 auf rund 90 Prozent. Rund 10 Prozent liefen über das Schwarze Meer. Im Juli wurden über den Schwarzmeerkorridor rund 2,4 Millionen Tonnen solcher Produkte ausgeführt.
Die EU und die Ukraine starteten die Solidaritätskorridore im Mai 2022, um alternative Transportwege für ukrainische Importe und Exporte zu schaffen. Die EU-Zahlen zeigen, dass diese Landrouten bereits den Großteil der genannten Ausfuhren abwickeln. Magyars Schilderung verbindet einen konkreten Bahntransport von Mais über Ungarn mit der allgemeineren Bitte an Polen, Rumänien, die Slowakei und Ungarn, ukrainische Getreidetransporte durchzulassen.