Schweizer Produzenten- und Importpreise steigen langsamer
· VinciFi Redaktion

Der Schweizer Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise stieg im September gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, nach 0,7 Prozent im August. Im Jahresvergleich lag das Preisniveau noch 0,2 Prozent tiefer, der Rückgang hat sich aber deutlich abgeschwächt.**
Der Index erfasst die Preise von Gütern und Dienstleistungen, die Schweizer Unternehmen im Inland produzieren und verkaufen, sowie die Preise importierter Güter. Er bildet damit eine vorgelagerte Stufe der Preisentwicklung ab und ist ein Konjunkturindikator.
Die monatliche Entwicklung wechselte zuletzt deutlich: Im Juli sank der Gesamtindex um 0,1 Prozent, im August stieg er um 0,7 Prozent. Im September setzte sich der Anstieg fort, fiel mit 0,3 Prozent aber schwächer aus. Der Septemberwert ist der jüngste verfügbare Stand.
Auch im Jahresvergleich zeigt sich eine Abschwächung des Preisrückgangs. Im Juli lag das Preisniveau des Gesamtangebots 2,1 Prozent unter dem Vorjahresmonat, im August waren es noch minus 0,7 Prozent. Im September betrug das Minus 0,2 Prozent. Die beiden Vergleiche messen unterschiedliche Zeiträume: Der Monatswert zeigt die Veränderung gegenüber August, der Jahreswert gegenüber September des Vorjahres.
Verbraucherpreise folgen einem anderen Maßstab
Der Produzenten- und Importpreisindex ist nicht mit der Teuerung für Haushalte gleichzusetzen. Der Schweizer Landesindex der Konsumentenpreise blieb im September gegenüber August unverändert und lag 1,0 Prozent über dem Vorjahresmonat. Er misst die Preisentwicklung aus Sicht der privaten Haushalte, während der Produzenten- und Importpreisindex Preise auf vorgelagerten Handels- und Produktionsstufen abbildet.
Für die Konjunkturbeobachtung zählt damit beides: Die Preise auf vorgelagerten Stufen steigen im Monatsvergleich weiter, während ihr Abstand zum Vorjahresniveau fast geschlossen ist. Der nächste Monatswert wird zeigen, ob sich diese Abschwächung des jährlichen Rückgangs fortsetzt.