S&P 500 stoppt Rekordlauf, Öl hält Zinsangst wach
· VinciFi Redaktion

Der S&P 500 gab nach, nachdem er zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte. Brent-Öl schloss nahe 100 US-Dollar je Barrel; Sorgen vor neuer Inflation und möglichen Zinserhöhungen der US-Notenbank belasteten die Stimmung.**
Was passiert ist
Der Rekordlauf an den US-Börsen kam laut der Meldung zum Stillstand: Der S&P 500 sank, nachdem er zuvor ein Rekordhoch erreicht hatte. Brent-Rohöl schloss nahe 100 US-Dollar je Barrel. Händler bewerteten zugleich verstärkte iranische Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus und weiterhin stabile Ölströme aus dem Nahen Osten.
Die Sorge dahinter: Bleiben die Ölpreise hoch, könnte das den Rückgang der Inflation erschweren. Dann könnte die US-Notenbank Fed die Zinsen anheben. Die Meldung beschreibt dies als Befürchtung der Marktteilnehmer, nicht als angekündigte Entscheidung der Fed.
Hintergrund
Ein Marktbericht vom selben Tag ordnete die Angriffe in einen widersprüchlichen Kontext ein: Die Lieferungen durch die Straße von Hormus näherten sich demnach wieder dem Vorkriegsniveau, während Brent zeitweise in Richtung 101 US-Dollar je Barrel stieg. Höhere Liefermengen und Sicherheitsrisiken können somit gleichzeitig auf den Ölmarkt wirken.
Was das bedeuten kann
Hohe Energiepreise können die Inflationserwartungen hochhalten. Steigen dadurch die erwarteten Zinsen, kann das Aktien belasten. Ob sich dieser Druck fortsetzt, hängt unter anderem davon ab, wie sich Ölpreise, Lieferwege und Inflationsdaten entwickeln. Für Anleger mit US-Aktien oder zinsempfindlichen Anlagen könnte die Entwicklung deshalb relevant sein, ohne dass sich daraus eine sichere Kursrichtung ableiten lässt.