S&P 500: MOO-Imbalance bei 124,5 Millionen
· VinciFi Redaktion

Die MOO-Daten zum US-Handelsstart weisen für den S&P 500 eine Imbalance von 124,5 Millionen aus. Die Werte sind eine Momentaufnahme der Kauf- und Verkaufsorders zur Eröffnung, nicht die Entwicklung des gesamten Handelstags.**
Beim Nasdaq 100 lag der ausgewiesene Wert bei 5,8 Millionen, beim Dow 30 bei 2,8 Millionen. Für die Magnificent Seven stand ein Wert von minus 1,1 Millionen. Die Zahlen beziehen sich auf Order-Imbalances rund um den Börsenstart.
MOO steht für „Market on Open“ und bezeichnet Orders, die an der Eröffnungsauktion teilnehmen. Eine Imbalance zeigt den Überschuss an Kauf- oder Verkaufsinteresse: Ein positiver Wert steht für mehr Kauforders, ein negativer für mehr Verkaufsorders. Bei der Auktion werden Orders zusammengeführt und ein Preis ermittelt. Der Wert ist deshalb ein punktueller Blick auf den Handelsstart und kein Maß für den späteren Indexstand.
Ein früherer MOO-Wert vom 20. Oktober zeigte ein anderes Bild: Damals wurde für den S&P 500 eine positive Imbalance von 45,5 Millionen ausgewiesen. Für Nasdaq 100, Dow 30 und Magnificent Seven standen an diesem Datum negative Werte von 13,1 Millionen, 4,5 Millionen und 6,2 Millionen. Die Orderlage an der Eröffnung kann sich damit von einem Handelstag zum nächsten deutlich verschieben.
Auch bei den vorbörslichen Nasdaq-100-Futures zeigte sich am 30. Oktober ein deutlicher Rückgang: Sie lagen vor Handelsbeginn 2,5 % im Minus. Futures und MOO-Imbalances erfassen unterschiedliche Aspekte des Marktgeschehens: Die Futures beziehen sich auf Kontrakte, die MOO-Werte auf Orders für die Eröffnung.
Für Anleger in US-Aktienindizes kann die Orderlage einen Hinweis darauf geben, wie Kauf- und Verkaufsinteresse zum Handelsstart verteilt ist. Sie legt jedoch nicht fest, in welche Richtung sich der Index anschließend bewegt. In der Eröffnungsauktion bündelt die Börse die Orders und ermittelt einen Preis, der möglichst viele Aktien zusammenführt.