S&P 500: MOC-Saldo bei minus 1.718,5 Mio. US-Dollar
· VinciFi Redaktion

Kurz vor dem US-Börsenschluss zeigte der MOC-Indikator für den S&P 500 ein negatives Ungleichgewicht von 1.718,5 Mio. US-Dollar; beim Nasdaq 100 waren es 1.492,7 Mio. US-Dollar. Das deutet auf mehr Verkaufs- als Kaufinteresse für die Schlussauktion hin, belegt aber nicht, dass diese Beträge tatsächlich verkauft wurden.**
Die Werte beziehen sich auf das Orderungleichgewicht zur Schlussauktion, nicht auf abgeschlossene Verkäufe. Ein negativer Saldo signalisiert, dass mehr Verkaufs- als Kauforders aufeinandertreffen. Solche Angaben können den Preisbildungsprozess zum Handelsende beeinflussen, zeigen für sich genommen aber weder den endgültigen Schlusskurs noch, welche Orders tatsächlich ausgeführt werden.
Der Blick auf den Handelstag fiel zuvor freundlicher aus: Im US-Handel lagen der S&P 500 am Nachmittag 0,7 Prozent, der Nasdaq Composite 0,9 Prozent und der Dow Jones 0,2 Prozent im Plus. Das negative Ungleichgewicht kurz vor dem Schluss stand damit neben zwischenzeitlichen Kursgewinnen und ist kein Beleg für einen entsprechenden Rückgang der Indizes. Am vorherigen Handelstag hatte der S&P 500 0,52 Prozent verloren, der Nasdaq Composite 0,21 Prozent und der Dow 1,23 Prozent.
An der New Yorker Börse werden Angaben zum Ungleichgewicht der Schlussauktion ab 15:50 Uhr Ortszeit veröffentlicht und laufend aktualisiert. Die Auktion ist für viele Marktteilnehmer ein wichtiger Zeitpunkt, weil dort große Handelsaufträge zusammengeführt werden. Die gemeldeten Werte für S&P 500, Nasdaq 100 und Dow 30 beziehen sich auf Indizes; der zusätzliche negative Saldo der „Magnificent Seven“ weist auf Verkaufsüberhang bei dieser Gruppe großer Technologiewerte hin.
Die Anleger blicken in dieser Woche zugleich auf zahlreiche Unternehmenszahlen und die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank. Der Schlusskurs zeigt, wie sich die Aufträge in der Auktion tatsächlich niedergeschlagen haben.