Russland plant längeres Diesel-Exportverbot
· VinciFi Redaktion

Russland will das Diesel-Exportverbot mit Ausnahmen bis Ende Januar verlängern. Das könnte die verfügbaren Exportmengen und den Tankerverkehr beeinflussen.**
Für Dieselhersteller gilt nach einer weiteren Darstellung bereits ein Exportverbot bis Ende 2026; Lieferungen über Quoten sind davon ausgenommen. Die nun geplante Verlängerung bis Ende Januar steht damit neben einer Regelung, die nach Anbietergruppen unterscheidet. Beschlossen ist die Verlängerung bis Januar bislang nicht.
Im Oktober summierten sich die Exportquoten auf 500.000 Tonnen. Für November sollen sie auf 2 Millionen Tonnen steigen. Die Quoten sollen nach Berichten helfen, Lieferungen im Rahmen eines US-russischen Dieselgeschäfts zu ermöglichen. Damit könnte Russland trotz des Verbots begrenzte Mengen für den Export freigeben.
Für den Markt zählt, wie viel Diesel tatsächlich über diese Ausnahmen ausgeführt wird und wohin die Ladungen gehen. Der US-russische Dieselhandel sorgt laut einer Analyse für stärkere Schwankungen am Atlantik-Tankermarkt.
Europäische Abnehmer erhalten dadurch nicht automatisch Zugang zu russischem Diesel. Die Beschränkungen der EU für russische Kraftstoffe gelten weiter; auch die Maßnahmen der G7 und Großbritanniens bleiben laut einer Marktanalyse in Kraft. Eine mögliche Umleitung von Lieferungen könnte dennoch die Verteilung zwischen den Bezugsquellen und den Wettbewerb um Transportkapazitäten verändern.
Die geplante Verlängerung würde das Exportregime über den Jahreswechsel hinaus festschreiben. Für den Tankermarkt bleiben deshalb die tatsächlichen Quoten und die daraus entstehenden Lieferströme entscheidend.