Russland plant 40.000 Tonnen Diesel für die USA

· VinciFi Redaktion

Russland plant 40.000 Tonnen Diesel für die USA

Russland plant, am 22. Oktober eine erste Ladung von 40.000 Tonnen Diesel in die USA zu schicken. Der Tanker könnte die knappe Versorgung dort etwas entlasten, löst den weltweiten Engpass aber nicht.**

Die Internationale Energieagentur (IEA) beschreibt die Lage bei raffinierten Kraftstoffen als besonders angespannt: Rohölexporte aus dem Nahen Osten hätten sich deutlich erholt, die Ausfuhren von Diesel und anderen Produkten blieben jedoch stark eingeschränkt. Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien verschärften laut IEA die Dieselknappheit.

US-Dieselvorräte liegen unter dem Durchschnitt

Auch in den USA sind die Lagerbestände niedrig. Die Energieinformationsbehörde EIA meldete, dass die US-Vorräte an Destillaten, zu denen Diesel gehört, in der Woche bis zum 25. September 13 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt lagen. Hohe US-Exporte in Länder mit Versorgungsengpässen und höhere Kosten für Importe hätten die Lage zusätzlich verengt.

Für die Ostküste zeichnete die EIA ein noch angespannteres Bild: Die dortigen Destillatbestände lagen im September 32 Prozent unter dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt. Die Behörde erwartet, dass sie im Winter 20 bis 30 Prozent darunter bleiben. Im September kostete Diesel im US-Einzelhandel durchschnittlich 6,29 US-Dollar je Gallone. Die EIA rechnet damit, dass der Preis im Oktober über 6 US-Dollar bleibt.

Eine russische Lieferung könnte daher regional helfen, ihre Größe ist im Verhältnis zum US-Markt aber begrenzt. Der russische Vizepremier Alexander Nowak sagte, der erste Tanker solle am 22. Oktober auslaufen. Weitere Lieferungen seien vorgesehen.

Sanktionserleichterung stößt auf Kritik

Die Lieferpläne folgen auf eine Lockerung der US-Sanktionen für russischen Dieselhandel. Demokratische Senatoren wollen die US-Unternehmen untersuchen, die an der Lockerung der Sanktionen für russischen Diesel beteiligt sind. Die politische Kritik richtet sich damit nicht nur auf mögliche Auswirkungen auf die Versorgung, sondern auch auf den Handel mit russischer Energie während des Kriegs gegen die Ukraine.

Für den Dieselmarkt bleibt entscheidend, ob sich die Ausfuhren von Kraftstoffen aus den Krisenregionen erholen und russische Raffinerien wieder mehr produzieren können. Die IEA betont, dass sich Rohölströme durch die Straße von Hormus bereits erholt haben, während die Produktlieferungen weiterhin eingeschränkt sind.

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