Rio Tinto: Stromanlagen mit Milliardenwert im Bieterprozess
· VinciFi Redaktion

Blackstone und IFM Investors gelten Berichten zufolge als Interessenten für Rio Tintos Stromanlagen, die mit 7 Milliarden Dollar bewertet werden. Ein Verkauf könnte dem Bergbaukonzern weiteres Kapital freisetzen, entschieden ist ein Abschluss damit nicht.**
Die Anlagen befinden sich in Australien und Kanada. Berichte beschreiben einen laufenden Auktionsprozess für Rio Tintos Energieinfrastruktur. Neben Blackstone und IFM Investors werden darin auch Ares Management, KKR und BlackRock GIP als Interessenten genannt. Das sind Berichte über den Bieterwettstreit, keine Bestätigung eines abgeschlossenen Verkaufs.
IFM Investors war bereits Ende September als möglicher Interessent für die Anlagen genannt worden. Der australische Vermögensverwalter gehört 15 Branchen-Pensionsfonds. Ein weiterer Bericht nennt für die Infrastruktur einen möglichen Wert von bis zu 7 Milliarden australischen Dollar. Die Beträge in den Berichten beziehen sich damit auf unterschiedliche Währungsangaben; die Bewertung aus der aktuellen Meldung lautet 7 Milliarden Dollar.
Rio Tinto setzt bereits Vermögen frei
Der mögliche Verkauf fällt in eine Phase, in der Rio Tinto weitere Vermögenswerte veräußert. Für das laufende Jahr waren nach Angaben aus der Berichterstattung bereits mehr als 2 Milliarden Dollar an Kapital durch zuvor angekündigte Verkäufe freigesetzt worden. Ein Verkauf der Stromanlagen könnte diese Entwicklung fortsetzen. Für Rio Tinto wäre das ein Tausch: Der Konzern gäbe Infrastruktur ab und erhielte dafür Verkaufserlös, während ein Käufer die Energieanlagen übernehmen würde.
Das Geschäft wäre zugleich vor dem Hintergrund des laufenden Bergbaubetriebs zu sehen. Rio Tinto meldete am 14. Oktober für die Kupferäquivalent-Produktion seit Jahresbeginn einen Anstieg von rund 1 Prozent. Der Konzern führte das vor allem auf den Produktionsausbau in der Kupfermine Oyu Tolgoi und im Eisenerzgeschäft Pilbara zurück.
Für Anleger kann der mögliche Verkauf deshalb sowohl die Kapitalausstattung als auch die Verbindung zwischen Energieversorgung und Bergbauinfrastruktur betreffen. Der Bieterprozess ist noch offen; ein möglicher Verkauf würde erst mit einer Einigung über Käufer und Vertragsbedingungen konkret.