Putin zeigt sich offen für Ukraine-Gespräche im November
· VinciFi Redaktion

Der Kreml erklärt, Wladimir Putin sei grundsätzlich bereit, Mitte November wieder Gespräche mit den USA und der Ukraine aufzunehmen. Im Mittelpunkt sollen Sicherheitsgarantien nach dem Krieg stehen; ein Neustart ist damit noch nicht beschlossen und könnte die Einschätzung geopolitischer Risiken beeinflussen.**
US-Gesandter Steve Witkoff bat Putin bei ihrem Treffen, eine Wiederaufnahme der trilateralen Gespräche zu erwägen. Zuvor hatte Witkoff nach eigenen Worten in Oslo produktive Gespräche geführt und Fortschritte erzielt. Er übergab Putin Dokumente mit Ansätzen für eine Friedensregelung. Der Kreml erklärte, Putin werde diese Vorschläge prüfen.
Witkoff regte außerdem an, Fachleute aus den drei Ländern könnten bei möglichen Gesprächen die nächsten Schritte ausarbeiten. Putin sagte zu Beginn des Treffens, er wolle von Witkoff über die Gespräche in Norwegen hören. Auch die Wiederherstellung der russisch-amerikanischen Kontakte und eine wirtschaftliche Zusammenarbeit kamen zur Sprache.
Der Kreml nannte Fortschritte bei Wirtschaftsprojekten zwischen Russland und den USA. Auch über die Umsetzung eines Dieselabkommens wurde gesprochen. Witkoff dankte Putin für das Abkommen. Das sind Gesprächsinhalte und kein Hinweis darauf, dass weitere Vereinbarungen bereits umgesetzt sind.
Putin erklärte zudem, Russland sei bereit, bei einer diplomatischen Lösung des Konflikts um Iran zu helfen. Auch dieses Angebot ist keine abgeschlossene Vereinbarung.
Für Märkte kann eine mögliche Wiederaufnahme der Gespräche wichtig sein, weil eine diplomatische Annäherung die Einschätzung geopolitischer Risiken und die Nachfrage nach sicheren Anlagen beeinflussen könnte. Das gilt besonders, solange Verhandlungen und wirtschaftliche Projekte zwischen den Ländern lediglich im Gespräch sind.
Der nächste konkrete Schritt ist die Prüfung der von Witkoff übergebenen Vorschläge durch Putin. Als möglicher Zeitraum für neue trilaterale Gespräche nennt der Kreml Mitte November.