Oktober-Inflation in sechs Ländern unter 3 Prozent
· VinciFi Redaktion

Die Jahresraten der Verbraucherpreise lagen im Oktober in sechs Bundesländern zwischen 2,6 und 2,9 Prozent und damit jeweils unter dem Vormonatswert. Für die Einordnung der Inflation und mögliche Zinsreaktionen folgt noch der vorläufige Wert für Deutschland insgesamt.**
Im Monatsvergleich bewegten sich die Verbraucherpreise nur wenig: In Bayern und Baden-Württemberg blieben sie unverändert. In Hessen sanken sie um 0,1 Prozent, in Sachsen und Nordrhein-Westfalen jeweils um 0,2 Prozent. Brandenburg verzeichnete mit minus 0,3 Prozent den stärksten Rückgang. Im September waren die Preise in diesen Ländern im Monatsvergleich noch um 0,5 bis 0,6 Prozent gestiegen.
Auch im Jahresvergleich ging die Teuerung in allen sechs Ländern zurück. In Bayern fiel die Rate von 3,2 auf 2,8 Prozent, in Hessen von 3,4 auf 2,9 Prozent. Sachsen kam auf 2,8 Prozent nach 3,4 Prozent, Nordrhein-Westfalen auf 2,7 Prozent nach 3,3 Prozent. Brandenburg lag bei 2,9 Prozent nach 3,6 Prozent. Baden-Württemberg meldete mit 2,6 Prozent den niedrigsten Wert; im September waren es 2,9 Prozent.
Die Landeszahlen stehen einer zuletzt wieder höheren bundesweiten Inflationsrate gegenüber. Das Statistische Bundesamt bestätigte für September 2026 beim nationalen Verbraucherpreisindex ein Plus von 3,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Im August hatte die Rate 2,9 Prozent betragen, im Juli 2,8 Prozent. Die regionalen Oktoberwerte lassen sich deshalb nicht mit dem Septemberwert für Deutschland gleichsetzen: Sie betreffen einen anderen Zeitraum.
Vorab lag die Prognose für den harmonisierten Verbraucherpreisindex im Oktober bei 3,0 Prozent zum Vorjahr. Der HVPI ist eine EU-weit vergleichbare Messgröße; die Landeswerte hier beziehen sich auf die jeweiligen Verbraucherpreisindizes. Für Zinsmärkte kann die spätere bundesweite Zahl wichtiger sein als Unterschiede zwischen einzelnen Ländern, weil sie ein breiteres Bild der Teuerung liefert. Veränderungen der Inflation können zudem Erwartungen zu Finanzierungskosten und Bewertungen beeinflussen.
Das Statistische Bundesamt hatte die vorläufigen deutschen Verbraucherpreisdaten für Oktober für den 30. Oktober im Laufe des Tages angekündigt. Mit der Veröffentlichung kommt der bundesweite Vergleich zu den regionalen Zahlen hinzu.