Novak: Russland und USA verhandeln über Dieselvertrag

· VinciFi Redaktion

Novak: Russland und USA verhandeln über Dieselvertrag

Russland und die USA verhandeln über einen Dieselvertrag, der Lieferungen trotz westlicher Sanktionen ermöglichen soll, sagte Vizepremier Alexander Novak. Zusätzliche Mengen könnten das weltweite Angebot erhöhen und damit die Versorgungslage am Dieselmarkt beeinflussen.**

Für die Weltmärkte stellt Russland nach Angaben Novaks 300.000 Tonnen Diesel im Oktober, 500.000 Tonnen im November und eine Million Tonnen im Dezember in Aussicht. Später könnten die monatlichen Lieferungen auf drei Millionen Tonnen steigen. Das sind angekündigte Mengen, keine bestätigten Lieferungen im Rahmen eines abgeschlossenen Vertrags.

Novak zufolge sprechen russische und US-Unternehmen sowie die Energieministerien beider Länder über die Versorgung. Der russische Vizepremier sagte, die Gespräche liefen auch mit Käufern russischer Rohstoffe. Noch geht es also um Verhandlungen; ein finalisierter Liefervertrag ist nicht bestätigt.

Sanktionen werden für Diesel vorübergehend gelockert

Die russische Regierung hat das Verbot von Diesel-Ausfuhren teilweise gelockert. Auf US-Seite hat das Finanzministerium eine allgemeine Genehmigung für Transaktionen im Zusammenhang mit Verkauf, Lieferung, Entladung und Einfuhr von russischem Diesel erteilt. Die Genehmigung gilt laut einer juristischen Einordnung bis zum 7. April 2027. Damit ist ein rechtlicher Weg für bestimmte Lieferungen geschaffen, der geplante Vertrag selbst aber noch nicht abgeschlossen.

Der Schritt ist politisch umstritten. US-Senator Dick Durbin und weitere Senatoren forderten Präsident Donald Trump auf, die Vereinbarung zurückzunehmen. Sie argumentieren, Einnahmen aus russischen Dieselverkäufen könnten Moskaus Krieg gegen die Ukraine finanzieren. Für den Markt zählt zunächst, ob aus den angekündigten Mengen tatsächliche Lieferungen werden: Mehr Diesel aus Russland könnte das globale Angebot stützen. Novak zufolge könnten die monatlichen Mengen später wieder drei Millionen Tonnen erreichen.

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