Niederlande bringen weitere 700.000 Barrel auf den Markt
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge bringen die Niederlande weitere 700.000 Barrel Ölprodukte auf den Markt. Die Menge könnte die Versorgung mit Kraftstoffen ergänzen und den niederländischen Beitrag zu einer internationalen Reserveaktion abschließen.**
Am 1. Oktober kündigte die niederländische Regierung eine Teilfreigabe von 95 Kilotonnen Ölprodukten an, etwa 753.000 Barrel. Dazu gehörten 50 Kilotonnen Diesel und 45 Kilotonnen Benzin. Die staatliche Vorratsorganisation COVA sollte die Produkte ab dem 2. Oktober gestaffelt anbieten.
Damals bezifferte die Regierung die bis dahin freigegebene Menge auf knapp 4,7 Millionen Barrel, von insgesamt zugesagten 5,4 Millionen Barrel. Die nun gemeldeten weiteren 700.000 Barrel würden den niederländischen Beitrag zu dieser Zusage abschließen. Eine offizielle Bestätigung dieses jüngsten Schritts ist in den verfügbaren Angaben nicht enthalten.
Teil einer größeren IEA-Aktion
Die niederländische Freigabe gehört zu einer gemeinsamen Maßnahme der Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA). Im März hatten sie vereinbart, insgesamt 400 Millionen Barrel Öl für den Markt verfügbar zu machen. Die europäischen Beiträge bestehen laut IEA überwiegend aus raffinierten Ölprodukten, während die weltweite Aktion vor allem Rohöl umfasst. Diesel und Benzin aus den Niederlanden ergänzen damit die angebotenen Vorräte um bereits verarbeitete Kraftstoffe.
Am 7. Oktober teilte die IEA mit, dass bis dahin rund 325 Millionen Barrel im Rahmen der gemeinsamen Aktion freigegeben worden waren. Die Behörde erklärte zugleich, sie sei bereit, bei Bedarf weitere Bestände auf den Markt zu bringen. Zu den staatlichen Notfallvorräten der Mitgliedsländer zählen laut IEA auch mehr als 200 Millionen Barrel Diesel.
Die gemeldete niederländische Freigabe würde somit einen einzelnen nationalen Beitrag innerhalb der größeren IEA-Aktion abschließen. Für den Ölmarkt zählt dabei nicht nur Rohöl: Zusätzliche Mengen an Diesel und Benzin können auch die unmittelbare Versorgung mit den fertigen Produkten ergänzen.