Nickel: Chinesische Produzenten erwägen Kürzungen in Indonesien

· VinciFi Redaktion

Nickel: Chinesische Produzenten erwägen Kürzungen in Indonesien

Chinesische Nickelproduzenten beraten über koordinierte Produktionskürzungen in Indonesien, beschlossen ist ein Schnitt aber noch nicht. Sollte das Angebot sinken, könnte das den Nickelmarkt stützen, der bislang mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen hat.**

Im Mittelpunkt der möglichen Kürzungen stehen HPAL-Anlagen. Sie verarbeiten Nickelerz zu einem Zwischenprodukt, das für die Herstellung von Batterienickel gebraucht wird. Führungskräfte von GEM, Lygend Resources & Technology und Zhejiang Huayou Cobalt sollen diese Woche über das weitere Vorgehen sprechen. Ein früherer Anlauf im August führte laut einem Branchenbericht zu keiner Einigung.

Ob es zu einem Treffen kommt und ob die Unternehmen sich auf Kürzungen verständigen, ist jedoch offen. Die Pläne betreffen damit zunächst eine mögliche künftige Angebotsänderung, nicht bereits stillgelegte Anlagen.

Der Markt reagierte bereits auf die Aussicht auf weniger Nickel aus Indonesien: Der Preis an der London Metal Exchange stieg am 21. Oktober zeitweise um bis zu 2 Prozent und näherte sich 16.000 US-Dollar je Tonne. Das war der vierte Handelstag in Folge mit steigenden Preisen. Eine tatsächliche Angebotsverknappung ist damit noch nicht belegt.

Hohe Lagerbestände bremsen mögliche Preisfolgen

Die Aussicht auf Kürzungen trifft auf einen Markt mit umfangreichen Vorräten. Die Organisation verwies darauf, dass diese Lager den Preisanstieg begrenzen können.

Indonesiens Regierung hat zudem die überarbeitete Förderplanung für 2026 genehmigt. Sie sieht rund 290 Millionen Tonnen Nickelerz vor. Diese Menge bezieht sich auf Erzförderung und ist nicht mit der Produktion von verarbeitetem Nickel gleichzusetzen.

Für Anleger könnten die Gespräche deshalb vor allem über die Angebotsaussichten auf Nickelproduzenten und Unternehmen entlang der Batterierohstoffkette wirken. Als nächster Schritt gilt das mögliche Treffen der Produzenten in dieser Woche. Erst eine Einigung würde zeigen, ob aus den Überlegungen tatsächlich Kürzungen werden.

Unternehmen in diesem Artikel.

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