Musalem: Zinserwartungen treiben hohe US-Renditen
· VinciFi Redaktion

Sie spiegelten vielmehr die Erwartung höherer Realzinsen und den stärkeren Wettbewerb um Kapital in einer robusten Wirtschaft wider.**
Sie spiegelten vielmehr die Erwartung höherer Realzinsen und den stärkeren Wettbewerb um Kapital in einer robusten Wirtschaft wider.
Anleiherenditen lagen deutlich über dem Vorjahr
Der Offenmarktausschuss der Fed ließ die Spanne für den Leitzins am 28. Oktober bei 3,75 bis 4 Prozent. Die Entscheidung fiel mit zehn zu zwei Stimmen. Zwei Mitglieder wollten den Satz um 0,25 Prozentpunkte erhöhen. Im Beschluss bezeichnete die Fed die Inflation als weiterhin erhöht und die wirtschaftliche Aktivität als kräftig.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte Anfang Oktober 5,31 Prozent, den höchsten Stand seit 2002. Für 30-jährige Hypotheken wurden 7,3 Prozent fällig. Beide Werte lagen laut dem Kiel Institut jeweils mehr als einen Prozentpunkt über dem Vorjahresniveau. Das kann die Finanzierung von Wohneigentum verteuern.
Eine vom Kiel Institut angeführte Fed-Modellschätzung schreibt etwa die Hälfte des Renditeanstiegs höheren Erwartungen an künftige Leitzinsen zu. Die andere Hälfte entfalle auf eine gestiegene Laufzeitprämie. Das ist der zusätzliche Ertrag, den Anleger für das Halten langfristiger Anleihen verlangen. Damit spielen neben den erwarteten Fed-Schritten auch die Bedingungen am Anleihemarkt eine Rolle.
Höhere Renditen belasten den Schuldendienst der USA
Auch die Inflation bleibt ein wichtiger Teil der Debatte. Musalem hält weitere geldpolitische Straffungen für nötig, um die Inflation zum Zielwert von 2 Prozent zurückzubringen. Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses ist für den 8. und 9. Dezember angesetzt.