MSCI prüft Indonesiens Wechsel zum Stand-alone-Markt
· VinciFi Redaktion

Berichten zufolge prüft MSCI, Indonesien vom Schwellenmarkt zum Stand-alone-Markt umzustufen. Der Stopp für bestimmte Änderungen an indonesischen Wertpapieren in MSCI-Indizes bleibt bestehen; eine neue Einstufung könnte globale und regionale Indizes betreffen.**
Der Stopp betrifft laut MSCI unter anderem Neuaufnahmen in die investierbaren Marktindizes sowie Änderungen an Aktienzahlen und am Anteil der für ausländische Anleger verfügbaren Aktien. Auch Änderungen, die indonesische Aktien in ein höheres Größen-Segment verschieben würden, setzt der Indexanbieter vorerst nicht um. MSCI kann dagegen weiterhin bestimmte indonesische Wertpapiere aus den Indizes entfernen.
Im Zentrum der bisherigen Prüfung stehen die Ermittlung des Streubesitzes und die Transparenz von Beteiligungen. MSCI erklärte im Juni, die Reichweite, Einheitlichkeit und dauerhafte Wirksamkeit der Reformen in Indonesien weiter zu bewerten. Damals nannte der Indexanbieter als mögliche Option eine Konsultation über einen Wechsel vom Schwellenmarkt zum Frontier-Markt. Die nun berichtete Prüfung eines Stand-alone-Status wäre eine andere mögliche Einstufung.
Indonesien blieb bei der MSCI-Klassifizierung im Juni als Schwellenmarkt eingestuft. Die indonesische Finanzaufsicht OJK erklärte damals, MSCI habe den Status nach Anerkennung der Kapitalmarktreformen beibehalten. Die Reformen umfassen laut MSCI unter anderem zusätzliche Angaben zu Anteilseignern und deren Beteiligungen.
Eine veränderte Einstufung Indonesiens könnte daher Anpassungen bei Länder- und Aktiengewichten in globalen und regionalen Indizes auslösen. Der bestehende Stopp begrenzt zugleich, welche Änderungen MSCI an indonesischen Wertpapieren in den betroffenen Indizes umsetzt.
Die nächste MSCI-Überprüfung ist für November 2026 vorgesehen. Dann soll die weitere Behandlung des indonesischen Marktes im Rahmen der Indexprüfung bekannt werden.