MPS-Aktionäre lehnen Angebot für Banca Generali ab
· VinciFi Redaktion

Die Aktionäre der Monte dei Paschi di Siena haben das Tauschangebot für Banca Generali abgelehnt. MPS hatte die Offerte zusammen mit einem Angebot für Banco BPM auf rund 34 Milliarden Euro beziffert.**
MPS hatte das Angebot für Banca Generali mit rund 8,75 Milliarden Euro bewertet. Es war Teil eines größeren Plans: Zusammen mit der Offerte für Banco BPM bezifferte MPS die beiden Transaktionen auf rund 34 Milliarden Euro.
Vorstandschef Luigi Lovaglio wollte mit den Übernahmen die Position der Bank stärken und sich gegen Intesa Sanpaolos Angebot für MPS behaupten. Die Ablehnung des Banca-Generali-Angebots ist damit ein Rückschlag für diesen Ausbauplan.
Die Abstimmung fiel in eine Serie von Entscheidungen zu MPS’ Plänen. Die Aktionäre lehnten auch das Tauschangebot für Banco BPM ab. Bei dieser Abstimmung votierten 91,1 Prozent des auf der Hauptversammlung vertretenen Kapitals dagegen. Zudem scheiterte der Vorschlag, Mediobanca mit MPS zu verschmelzen: 63,65 Prozent stimmten dagegen, 32,91 Prozent dafür und 3,42 Prozent enthielten sich.
Für das Angebot an die Anteilseigner von Banca Generali war eine Annahme von mehr als der Hälfte des Kapitals plus einer Aktie zwingend. Diese Beteiligung machte Generali für den Ausgang des Angebots besonders wichtig.
Mit dem Nein zum Angebot für Banca Generali und der Ablehnung der Banco-BPM-Offerte kommt MPS’ geplante Expansion nicht wie vorgesehen voran. Im Mittelpunkt des Übernahmekonflikts steht nun Intesas Angebot für MPS.