Klitschko meldet Angriff auf Kiewer Energieanlage

· VinciFi Redaktion

Klitschko meldet Angriff auf Kiewer Energieanlage

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko meldet einen russischen Angriff auf eine Energieanlage in der Hauptstadt. Der Treffer fällt in eine Phase wiederholter Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung und kann die Stromversorgung weiter belasten.**

Der Netzbetreiber Ukrenergo kündigte Begrenzungen des Stromverbrauchs für Unternehmen in der gesamten Ukraine an. In einigen Regionen sollten außerdem stundenweise Abschaltungen gelten. Solche Maßnahmen sollen das beschädigte Netz entlasten, während die Energieversorgung weiterhin unter Beschuss steht.

Klitschko hatte am 14. Oktober berichtet, dass Kiews Energieanlagen im laufenden Jahr bei fast 50 Raketen- und Drohnenangriffen getroffen worden seien. Zum Vergleich nannte er zwölf Angriffe im Jahr 2022, sieben im Jahr 2023, keinen im Jahr 2024 und 19 im Jahr 2025. Die Angriffe auf die Hauptstadt und ihre Energieversorgung nehmen damit gegenüber den Vorjahren deutlich zu.

Am 19. Oktober erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, eine weitere russische Angriffswelle habe 28 Umspannwerke und andere wichtige Energieanlagen in der Ukraine getroffen. Mindestens 550.000 Haushalte hätten über Nacht den Strom verloren. Für Angriffe auf Kiew und die umliegende Region seien 16 ballistische Raketen und mehr als 200 Drohnen eingesetzt worden.

Energieanlagen geraten vor dem Winter unter Druck

Die ukrainische Luftwaffe meldete für die Nacht vom 19. auf den 20. Oktober insgesamt 165 russische Drohnen. Bis 8 Uhr seien 115 abgeschossen oder unterdrückt worden. Die Angaben waren vorläufig, während die Luftabwehr weiter im Einsatz war.

Die wiederholten Schäden treffen die Ukraine, während sie sich auf den Winter vorbereitet. Einschränkungen beim Stromverbrauch können deshalb neben Haushalten auch Unternehmen beeinträchtigen. Der Angriff auf die Kiewer Energieanlage reiht sich in eine Serie von Attacken ein, die die Versorgung im Land zusätzlich unter Druck setzen.

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